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Sky hofft auf den Weihnachtsmann

Sky Deutschland (früher Premiere) steckt weiter in seiner schwierigen Sanierung. Im dritten Quartal sank der Umsatz von 222 Mio. Euro auf 208,5 Mio. Euro. Der operative Verlust erhöhte sich von -27 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf -88 Mio. Euro. Weil pro Kunde aber jetzt mehr Umsatz gemacht wird, hofft Sky-Chef Mark Williams, im vierten Quartal 2010 operativ in die schwarzen Zahlen zu kommen. Um im Plan zu bleiben, müssen zahlreiche Abonnenten gewonnen werden.

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Nach der Mehrheitsübernahme durch Rupert Murdochs News Corp hat der Bezahlsender seine Strategie fundamental geändert. Während Premiere stets versuchte, die Abozahlen um jeden Preis zu steigern und Abos großflächig rabattierte und auch Predpaid-Zugänge anbot, geht der in Sky umbenannte Kanal nun genau den entgegengesetzten Weg. Pro Kunde soll möglichst viel Umsatz gemacht werden. So stieg der durchschnittliche Monats-Umsatz pro Kunde im 3. Quartal auf 25,77 Euro. Im 2. Quartal waren das noch 25,20 Euro. Im 4. Quartal 2009 will Sky pro Kunde und Monat dann rund 27 Euro umsetzen und im 1. Quartal 2010 29 Euro.
Auf dieser Basis hofft Sky-Chef Williams, den operativen Break Even mit 2,8 bis 3 Millionen Abonnenten im 4. Quartal 2010 zu schaffen.
Bis dahin ist aber noch einiges zu tun. Im 3. Quartal 2009 hat Sky seine Abonnentenzahl netto um 67.000 auf 2,431 Mio. erhöht. Alle Augen bei Sky richten sich nun auf das traditionell starke Weihnachtsgeschäft. Wegen gestiegener Programm- und Marketing-Investitionen erhöhten sich die Investitionen im 3. Quartal operativ auf 296,5 Mio. Euro von 248,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Sky kann es sich schlicht nicht leisten, derzeit zu sparen. Allein die Umbenennung von Premiere zu Sky hat Millionen an Marketing-Geldern verschlungen. Immerhin hat der Name Sky laut Firmenangaben mittlerweile einen Bekanntheitsgrad von 66 Prozent.

Zu Weihnachten will der Sender mit einem HD-Schwerpunkt verstärkt Abonnenten gewinnen. Derzeit bietet Sky sieben Sender mit hochauflösendem Programm an, 2010 sollen vier weitere dazukommen. Der finanzielle Ausblick wurde von Williams bestätigt. So rechnet der Sender weiter für 2009 mit einem negativen operativen Ergebnis (EBITDA) zwischen -250 und -270 Mio. Euro. Auch 2010 bleibe das operative Ergebnis für das Gesamtjahr noch negativ. In die Gewinnzone soll der Sender dann im Jahr 2011 kommen.

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