„Bild“ streicht Stellen in Außenredaktionen

Der Axel Springer Verlag baut Personal in den regionalen Redaktionen der "Bild"-Zeitung ab. Konkret betroffen sind die Büros in Chemnitz, Magdeburg, Mainz, Mannheim und Rostock und Berlin. Dies bestätigte Unternehmenssprecher Tobias Fröhlich gegenüber dem Branchendienst Kress.de. Mit der Maßnahme solle sichergestellt werden, dass auf den regionalen Seiten nur noch bundesrelevante Nachrichten erscheinen. Über den Umfang des Personalabbaus wollte sich Springer bislang nicht äußern.

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Ein Tag nach der positiven Bilanzpressekonferenz folgt die Ernüchterung. Zwar sollen alle regionalen Redaktionen erhalten bleiben. Deren Nachrichten sollen aber nur noch ins Heft gehen, wenn sie die neue Hürde der Bundesrelevanz überspringen. Im Klartext: Themen der Chemnitzer Ausgabe, die etwa in Mainz niemanden interessieren, werden nicht mehr gedruckt. Daher benötige man künftig weniger Personal. Über den Umfang des Abbaus werde noch verhandelt. Ebenfalls unklar ist, wie hoch die Kosten für Abfindungen und wie hoch demgegenüber die Einsparungen sind. Nicht vom Umbau betroffen ist die Sportberichterstattung, die auch künftig regional ausgerichtet bleibt.

"Mit dem Umbau will ‚Bild‘ die Qualität der regionalen Berichterstattung erhöhen und ihr zu mehr bundesweiter Relevanz verhelfen", sagte Fröhlich zu kress.de. Ziel sei es, die Qualität zu erhöhen und dabei gleichzeitig die Kosten zu senken. Ob sich jede Regional-Redaktion auch künftig noch einen eigenen Redaktionsleiter leisten könne, werde sich in den Verhandlungen ergeben. 
Die betroffenen Regionalausgaben aus Berlin/Brandenburg (-0.84) Mainz (-2.23 Prozent) Chemnitz (-5,05 Prozent) verloren alle im Jahresvergleich an Auflagen. Die Verkaufszahlen für Magdeburg steigen allerdings. Innerhalb von zwölf Monaten verzeichnete die Anhaltiner-Ausgabe ein Plus von 3,5 Prozent und kommt nun auf 47.626 verkaufte Exemplare. Bundesweit kommt die "Bild" auf einen Gesamtverkauf von  3,328.990 Exemplaren. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein Minus von einem Prozent.

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