Kerner unterbietet seine Startquote noch

"Die Quoten müssen besser werden", hat Andreas Bartl, German-Free-TV-Chef bei Pro Sieben Sat.1, nach dem Fehlstart von "Kerner" bei Sat.1 gerade noch dem "Spiegel" anvertraut. In der zweiten Woche war aber zunächst das Gegenteil der Fall. Im Vergleich zur Premierensendung verlor Johannes B. Kerners neues Magazin über 200.000 Zuschauer, die meisten ausgerechnet im jungen Publikum. In Woche zwei reichte es so nur für ernüchternde 6,4 % Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen.

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Insgesamt sahen 1,61 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren die Sendung, in der Kerner unter anderem darüber informieren wollte, ob sich die Schweingrippe-Impfung lohnt oder nicht – obwohl die Verwirrung beim Zuschauer nach dem Gespräch mit den beiden Experten größer war als vorher. In der jungen Zielgruppe hatten 0,77 Mio. eingeschaltet, weniger als die Sat.1-Nachrichten ab 20 Uhr, die 0,95 Mio. Werberelevante interessierten und "Deutschland wird schwanger", das in der zweiten Woche ebenfalls mit Verlusten leben muss und auf 1,15 Mio. Zuschauer kam.
 
Bei der "Kerner"-Premiere in der Vorwoche wollten noch 0,91 Mio. Zuschauer im Alter von 14 bis 49 Jahren dabei sein, der Marktanteil lag aber damals schon bei unzufrieden stellenden 7,6 %. Dass es jetzt noch mal bergab gegangen ist, muss die Redaktion als deutliches Alarmsignal werten. Ist das Konzept das richtige? "Es ist aber ein wöchentliches Magazin, wir können schnell Lehren ziehen", hatte Bartl im "Spiegel" gesagt und erklärt, das Tempo der Sendung müsse höher werden. Davon war in der zweiten Woche noch nicht viel zu spüren. An diesem Montag gehört "Kerner" auf jeden Fall zu den großen Verlieren.

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