Wie das iPhone mein Leben revolutionierte

Heute feiert das iPhone seinen zweiten Geburtstag in Deutschland. Los ging es in der Nacht zum 9. November 2007 im Telekom-Shop in der Kölner Fussgängerzone. Wie viele iPhones seitdem hierzulande verkauft wurden, ist offiziell nicht bekannt. Wie vieles rund um das kultige Smartphone ist auch das ein (Erfolgs-)Geheimnis. Apple hält sich bedeckt, aber addiert man Zahlen der Telekom über den Kundenzuwachs durch das iPhone mit Schätzungen zu Import-Geräten, dürften es etwas über zwei Millionen Geräte sein.

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Heute feiert das iPhone seinen zweiten Geburtstag in Deutschland. Los ging es in der Nacht zum 9. November 2007 im Telekom-Shop in der Kölner Fussgängerzone. Wie viele iPhones seitdem hierzulande verkauft wurden, ist offiziell nicht bekannt. Wie vieles rund um das kultige Smartphone ist auch das ein (Erfolgs-)Gheimnis. Apple hält sich bedeckt, aber addiert man die Zahlen der Telekom über den Kundenzuwachs durch das iPhone mit Schätzungen zu Import-Geräten, dürften es etwas über zwei Millionen Geräte sein.

Was ich aber ganz genau weiß: Das iPhone hat meine Art zu kommunizieren und mich zu informieren, radikal verändert hat. Manchmal könnte man meinen, das Ding sei mir an die Hand gewachsen. Keine Warteminute oder Fahrzeit (bei der ich nicht am Steuer sitze), die ich nicht auf das Display schaue. Früher hatte ich ein Tageszeitungs-Abo und schaute mehr oder weniger regelmäßig die Tagesschau. Alles vorbei. Im Abo habe ich nur noch die Wired. Fernsehnachrichten schaue ich überhaupt nicht mehr. Dennoch habe ich das Gefühl, genauso gut, wenn nicht sogar besser informiert zu sein.

Dabei spielen Netzwerke wie Facebook, Friendfeed und Twitter auf meinem iPhone eine immer größere Rolle. Darüber erhalte ich häufig Hinweise auf Artikel oder Videos, die mich interessieren könnten. Und weil es von Leuten kommt, die ähnlich ticken wie ich, haut das meistens sogar hin.
Gleichzeitig habe ich das Gefühl, mehr berufliche als auch private Kontakte über diese Netzwerke zu pflegen. Ich nehme irgendwie am Leben der anderen teil, wenn ich lese was sie gerade machen oder erleben. Wenn ich denjenigen das nächste Mal sehe, habe ich direkt Anknüpfungspunkte für ein Gespräch.

Wenn ich mal keine Statusmeldungen lese oder in Artikeln stöbere, dann spiele ich zur Entspannung ein Spiel. Die Auswahl in diesem Segment ist faszinierend, vor allem für jemanden, der vorher nie Computerspiele genutzt hat und auch keine Spielkonsole besitzt. Mir eröffnet sich eine komplett neue Welt, mit monatlich wechselnden Favoriten.
Wenn ich meine Gedanken mal schweifen lasse, dann mit Musik. Meine gesamte Sammlung ist immer mit dabei, was Ruhiges zum Entspannen aber auch Party-Hits. Ich habe jetzt schon mehrfach nicht nur einen Musikwunsch beim DJ hinterlassen, sondern ihm oder ihr mein iPhone gereicht. Dann gab es nicht die Ausrede: “Habe ich nicht dabei.” Und meist fanden die das auch irgendwie lustig – sie hatten zum Glück selbst kein iPhone und waren immer sofort vom Touchscreen angetan. Bei einer Party meiner Frau konnten sich die Gäste mit der App Remote Lieder beim virtuellen DJ in iTunes wünschen. Eine tolle Sache.
Apropos meine Frau: Die nutzte beruflich einen Blackberry, bis ich ihr mein Erstgenerations-iPhone in die Hand drückte. Innerhalb weniger Tage war sie geheilt – die Tastatur vermisst sie nicht, dafür hat sie die vielen anderen Möglichkeiten im iPhone lieb gewonnen. Der IT-Verantwortliche in ihrem Unternehmen freut sich auch, weil er nun jeden Monat 70 Euro für die Push-Funktion der Mails spart.
Die zweite Frau in meinem Haushalt liebt ebenfalls das iPhone: “Ablenker” nennt meine Tochter das Ding. Recht hat sie. Doch wenn Sie sagt: „Papa, leg mal den Ablenker weg“, dann will sie nicht meine Aufmerksamkeit, sondern selber mit dem iPhone spielen. Kinderleicht, trifft es wohl am besten, wenn eine Vierjährige intuitiv raus bekommt, wie man Videos abspielt oder Spiele startet. Mittlerweile ist sie sechs und fordert mich wöchentlich auf, eine neues Kinderspiel zu installieren.
Das iPhone ist aber auch mein mobiles Büro. Alle Mails sind immer abrufbar. Mit Quickoffice bearbeite ich Dokumente. Ortungs-Apps zeigen mir in fremden Städten, wo ein gutes Restaurant ist oder wann der Bus abfährt. Termine in anderen Städten plane ich am Bürorechner mit Google Maps. Die Karte übertrage ich auf mein iPhone und lasse mich damit von Termin zu Termin führen. Ich habe diverse Navigations-Apps getestet und für gut befunden. Doch meist nutze ich nur Google Maps. Wie sich der kleine blaue Punkt blinkend seinem Ziel nähert, hat etwas James-Bond-mäßiges und beeindruckt mich immer wieder.
Es gibt kaum einen Lebensbereich, in dem ich das iPhone nicht einsetze. Im Urlaub mache ich Fotos, die ich dann als Papier-Postkarte per Pokamax oder Kartensender verschicke. Die täglichen Besorgungen synchronisiere ich mit meiner Frau via Einkaufsliste. Wenn jemand zuhause auf den Anrufbeantworter spricht, schickt der mir ein Mail mit der Aufzeichnung aufs iPhone.
Die Dutzenden Apps auf meinen elf Bildschirmen sind so auf meine Bedürfnisse abgestimmt, dass ich das iPhone wohl nie wieder aus der Hand legen werde. Da haben es Wettbewerber schwer, mich jemals davon weg zu bekommen. Mein Erstgerät ist allerdings bereits in den Ewigen Jagdgründen, die Lautsprecher haben ihren Dienst quitiert. Nach etwas hin und her, hat Apple das Gerät ausgetauscht, obwohl die (sehr kurze) Garantiezeit bereits abgelaufen war. Ich bin bereits mit einem iPhone 3G S unterwegs. Heute zum Geburtstag bekommt es von mir eine volle Akkuladung und eine neue App. 

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