„SZ“ entdeckt weitere Telekom-Spitzelei

Der freie Journalist Detlef Gürtler ist nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" von der Konzern-Sicherheit der Telekom tiefgreifend ausspioniert worden, weil man in ihm einen potentiell gefährlichen Kritiker witterte. Ein Dossier über Gürtler fand sich auf Festplatten, die die Bonner Staatsanwaltschaft im Zuge der Ermittlungen gegen den früheren Telekom-Vorstandschef Kai-Uwe Ricke und andere konfisziert hatte.

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Das Dossier über Gürtler (u.a. BrandEins, „Welt“, „taz“ und Buchautor) stammt aus dem Jahr 2005 und enthält offenbar detaillierte Angaben über Gürtlers finanzielle Situation. Für die „SZ“-Rechercheure Leyendecker und Ott ein denkwürdiger Vorgang: „Der Fall übertrifft alles bislang über illegale Schnüffelmethoden deutscher Wirtschaftsunternehmen Bekannte. Die Telekom ließ jede Hemmung fallen.“
Autor des Dossiers ist nach Vermutungen der „SZ“ ein vormaliger Geheimdienstler. Das Unternehmen sagte der Zeitung, ihm sei weder der Journalist noch seine Bespitzelung bekannt.

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