SZ: DuMont plant Schreiber-Pool

Ein Reporter-Pool für vier Zeitungen: Die Verlagsgruppe DuMont plant offenbar, den schon eingeschlagenen Weg der Konzentration und Verzahnung ihrer Titel energisch voranzutreiben. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" könnte für den künftigen "Schreiberpool" sogar eine eigene Gesellschaft gegründet werden, bei der die Redakteure zu den bisherig gültigen Bedingungen angestellt würden. Im Verlag soll sich Protest gegen eine "Zweiklassen-Gesellschaft" formieren.

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Pläne für jeweils eine zentrale Wirtschaftsredaktion (angesiedelt wohl bei der „Frankfurter Rundschau“) und einen Politik-Pool bei der „Berliner Zeitung“ waren schon bekannt. Dass dabei auch die weiteren Abo-Zeitungen „Kölner Stadt-Anzeiger“ und „Mitteldeutsche Zeitung“ einbezogen werden, liegt auf der Hand, ebenso wie das Ziel, nämlich Einsparungen.
Zu ersten Protesten, vornehmlich aus Berlin, sagte Verleger Konstantin Neven DuMont im August: „Ich kann nicht verstehen, dass man sich dagegen wehrt, dass die Spitzenschreiber anderer Blätter auch im eigenen Blatt erscheinen.“ Bei den überregional ambitionierten Blättern „Berliner Zeitung“ und „Frankfurter Rundschau“ fürchtet man laut „SZ“ Ansehensverluste.

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