Q1-Bilanz: News Corp. gut erholt

Starkes Quartal für den australo-amerikanischen Medientycoon Rupert Murdoch: Nach Handelsschluss gab News Corp. Geschäftsergebnisse bekannt, die die Analystenschätzung deutlich überbieten konnten. Im Gegensatz zum Rivalen Time Warner konnte Murdochs Medienkonglomerat wieder mehr verdienen als noch im Vorjahreszeitraum. Treiber des Aufschwungs war vor allem die TV-Tochter Fox News, die das beste Quartal ihrer Geschichte vorlegte. Die Aktie haussiert nachbörslich.

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Starkes Quartal für den australo-amerikanischen Medientycoon Rupert Murdoch: Nach Handelsschluss gab News Corp. Geschäftsergebnisse bekannt, die die Analystenschätzung deutlich überbieten konnten. Im Gegensatz zum Rivalen Time Warner konnte Murdochs Medienkonglomerat wieder mehr verdienen als noch im Vorjahreszeitraum. Treiber des Aufschwungs war vor allem die TV-Tochter Fox News, die das beste Quartal ihrer Geschichte vorlegte. Die Aktie haussiert nachbörslich.
Rupert Murdoch hat es wieder einmal als einer der Ersten gewusst. Als die Erholung an den Börsen, die den Aufschwung der Weltkonjunktur vorweg nehmen sollte, noch ein zartes Pflänzchen war, verkündete der 78-Jährige bereits das kommende Comeback. „Ich bin kein Volkswirt, aber es zeigt sich immer deutlicher, dass das Schlimmste vorüber ist“, erklärte der 78-jährige News Corp-CEO vor exakt einem halben Jahr bei Verkündung der ersten Geschäftszahlen für das erste Quartal 2009, die noch sehr enttäuschend ausgefallen waren.
Im anschließenden Conference Call fügte Murdoch hinzu: „Wie Sie wissen, war ich sehr pessimistisch. Aber es gibt immer mehr Signale, dass die Tage des steilen Absturzes vorüber sind.“ Das war im Mai 2009.
News Corp. schlägt Umsatz – und Gewinnschätzungen
Prophetischer hätte der News Corp.-Chairman kaum sein können, denn sechs Monate später ist die Welt nicht nur an den Aktienmärkten eine andere, sondern auch in der realen Wirtschaft. Wie sehr sich der Wind innerhalb eines Jahres gedreht hat, beweisen nämlich nunmehr die Geschäftszahlen für das abgelaufene dritte Quartal, die News Corp. heute nach Handelsschluss veröffentlichte.
Und die fielen weitaus besser aus als noch von Analysten erhofft. Anstelle der erwarteten 18 Cent je Aktie fuhr News Corp. tatsächlich 22 Cent je Anteilsschein ein. Das entsprach einer Steigerung des Nettogewinns um 11 Prozent auf 571 Millionen Dollar, die allerdings auch der Wegfall der Abschreibungen auf Sky geschuldet war, die im Vorjahr noch die Bilanz belastet hatten. Auch die Umsätze fielen mit 7,2 Milliarden besser aus, als die Volkswirte zuvor prognostiziert hatten – die Schätzungen lagen hier bei 7,16 Milliarden Dollar.
Film- und die Kabel-TV-Sparte Gewinntreiber
Treiber des Turnaround waren vor allem die Film- und die Kabel-TV-Sparten. Allen voran der Erfolg des Kassenschlagers „Ice Age 3″als auch der Nachrichtensender Fox News hatten maßgeblichen Anteil am Erfolg. So legten die Gewinne des Unternehmensbereichs Filmed Entertainment (Kino) von 251 auf 391 Millionen Dollar zu, während die Kabel-TV-Unit (Cabel Network Programming) gar 145 Millionen Dollar mehr verdiente und nunmehr 495 Millionen Dollar auswies.
Entsprechend zuversichtlich äußerte sich Rupert Murdoch im anschließenden Conference Call. „Ich bin sehr zufrieden, dass New Corp. in diesem Quartal außergewöhnlich starke Ergebnisse trotz der makroökonomischen Herausforderungen abgeliefert hat“. Vorausschauend auf die laufendem Geschäfte erklärte Murdoch: „Die Märkte, auf denen wir tätig sind, befinden sich eindeutig in besserem Zustand als vor einem Jahr“.
Aktionäre goutierten die erfreuliche Entwicklung im nachbörslichen Handel mit Aufschlägen von mehr als 3 Prozent auf ein Kursniveau von nunmehr knapp 12 Dollar.

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