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Workshop: Schnell zum eigenen Blog

Social Media-Kommunikaiton liegt im Trend: Nicht selten ist der geschickte Umgang mit Blog, Twitter, Facebook & Co. ein Turbo für die Karriere. Wenn Sie im Social Web noch unsichtbar sind, starten Sie doch einfach Ihr eigenes Blog. Wir erklären Ihnen in mehreren Schritten, wie Sie Ihr Web-Journal einrichten, worauf Sie dabei achten sollten und wie Sie Ihre Bekanntheit steigern können. Geben und Nehmen: So funktioniert das Web 2.0. Im MEEDIA-Workshop erfahren Sie, wie einfach es ist, im Mitmach-Web durchzustarten.

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Wählen Sie Ihr Blogsystem
Oft besitzen Sie schon ein wenig Webspace, wenn Sie sich eine eigene Domain gesichert haben. Wenn Sie nicht dem Installieren und regelmäßigen Updaten zurückschrecken, sollten Sie sich ein eigenes Blogsystem auf ihrem Webserver installieren. Dadurch sind Sie zwar gezwungen, öfter selbst zu programmieren und Ihr System auf dem neuesten Stand zu halten, verfügen aber auch mehr Freiheit und können Ihren Blog bis ins kleinste Detail nach Ihren Wünschen gestalten. Die bekanntesten Blogsysteme sind WordPress und Serendipity.

Wer sich nicht mit der Installation, Einrichtung und regelmäßigen Wartung eines Blogsystems auseinandersetzen will, der kann auf einen Bloghosting-Dienst zurückgreifen. Hier kann sich jeder User innerhalb weniger Minuten ein eigenes Blog einrichten. Bei solchen Bloghostern sind Sie allerdings an die Designvorgaben des Anbieters gebunden. Die bekanntesten Bloghosting-Dienste: Blogger.com, WordPress.com oder auch blog.de.

Starten Sie das Blog
Machen Sie nicht den Fehler und rühren Sie vor oder gleich nach dem ersten Blogpost die Werbetrommel für Ihre neue digitale Existenz. Unter Umständen verlieren die User das Interesse an Ihrer Seite und besuchen Sie nie wieder. Veröffentlichen Sie deswegen zu Beginn schon vier bis fünf Artikel. So bekommen Sie ein Gefühl für das Bloggen und bieten Ihren Lesern und den Suchmaschinen mehr relevanten Content.

Um sich gleich in der Blogosphäre zu vernetzen, sollten Sie auch eine Blogroll einrichten, d. h. Sie listen die Blogs auf, die Sie regelmäßig verfolgen. So kann jeder schnell einschätzen, wo Ihre Interessen liegen und wen Sie mit Ihrem Blog ansprechen wollen. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie dort jemand wiedererkennt, wenn Sie bereits oft auf seinem Blog Kommentare hinterlassen haben. Anfangs reicht es völlig aus, fünf bis zehn Blogs zu listen.

Richten Sie einen RSS-Feed ein
Es wird zwischen vollen und gekürzten RSS-Feeds unterschieden. Volle Feeds zeigen den kompletten Artikel im Newsreader an, gekürzte Feeds oft nur Überschrift und Teaser. Gerade Nachrichtenportale kürzen Ihre Feeds, um mehr Visits auf der eigentlichen Website zu verbuchen. Die Blogosphäre tickt jedoch anders. Viele abonnieren aus Prinzip keine gekürzten Feeds. Im Mitmach-Web sollten die Inhalte immer einfach zugänglich sein.

Lassen Sie Kommentare zu
Kommentare sind ein elementarer Bestandteil von Blogs. Deswegen sollten Sie das Kommentarsystem Ihren Bedürfnissen anpassen. In den meisten Blogsystemen kann man Kommentare so konfigurieren, dass sich ein Besucher einmalig registrieren muss, bevor er kommentieren kann. So wird effektiv Kommentar-Spam vermieden. Der Haken: Nicht jeder User hat Zeit und Lust, sich zu registrieren, nur um auf einen Ihrer Blogposts zu reagieren. Der Mittelweg: das Freischalten von Kommentaren. Die Reaktionen der User werden damit erst angezeigt, wenn Sie von Ihnen freigeschaltet wurden. Doch dieses Feature kann Diskussion durch die zeitliche Unterbrechung im Keim ersticken.

Richten Sie ein Impressum ein
Ihre Leser wollen wissen, mit wem Sie es zu tun haben. Deswegen und um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie ein Impressum einrichten. Dazu richten Sie eine eigene Unterseite ein, auf der Ihre komplette Anschrift sowie eine Kontaktinfo gelistet sind. Zur Leserbindung empfiehlt sich noch ein Foto.

Machen Sie auf sich aufmerksam
Erzählen Sie zuerst Freunden und Bekannten von Ihrem Blog. Die sind Ihnen wohlgesonnen und üben noch vorsichtig Kritik. Somit bleibt noch genug Zeit, Ihr Blog weiter zu optimieren. Ansonsten sollten Sie Ihr Blog bewerben, wo Sie nur können. Fügen Sie die Adresse beispielsweise Ihre Mail-Signatur hinzu. Dadurch werden auch Geschäftskontakte darauf aufmerksam. Verknüpfen Sie Ihr Blogsystem mit Sozialen Netzwerken wie Facebook und Xing, um mehr Leser für Ihr Blog zu gewinnen und Ihre Bekanntheit zu steigern. Das funktioniert am besten über so genannte Bookmarking-Dienste wie del.icio.us oder Mister Wong. Gute Blog-Artikel werden von Usern in solchen Diensten abgelegt und getaggt. Ein sehr einfach gestalteter Dienst, der Ihnen automatisiert eine solche Bookmark-Leiste generiert, ist AddThis (http://addthis.com). Den HTML-Code können Sie dann unter Ihren Blogposts oder auf Ihrer Website einbauen.

Reden Sie mit
Blogs bilden Meinungen ab, sind streitbar. Umso verständlicher, dass viele User neue Blogs über die Blogkommentare anderer entdecken. Deswegen sollten Sie mitreden, wenn es sich anbietet. Verwenden Sie also Trackbacks und Pingbacks. Erst so entstehen Verknüpfungen zu anderen Artikeln und eine Diskussion auf breiter Basis. Und auch für Nicht-Journalisten gilt: Wenn Sie etwas behaupten, verweisen Sie auf die entsprechende Quelle.

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