Werber unzufrieden mit Zeitungs-Websites

In einer Studie des britischen Marktforschungs-Instituts IPA, hat sich gezeigt, dass viele Werbetreibende unzufrieden mit der Werbe-Leistung der Online-Auftritte von Zeitungen und anderen klassischen Medienanbietern sind. Gefragt wurde nach der Zufriedenheit mit der sogenannten Display-Werbung, also im wesentlichen Banner. Die größte Zufriedenheit bei den Werbetreibenden erzielen spezialisierte Online-Vermarkter. Auch die Websites des Bauer-Verlags in England schneiden vergleichsweise gut ab.

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Die größten Zufriedenheitswerte in der „Digital Media Owners Image Survey“ erzielt das Online-Vermarkter-Netzwerk Specific Media mit 83,5 Prozent. Es folgen mit jeweils über 60 Prozent: Vibrant Media, Channel4.com, Microsoft, AOL, Bauer Media, Facebook und Adconion. Bemerkenswert sind die hohen Zufriedenheitsraten für Bauer und Facebook. Zeitungs-Angebote schneiden durchweg deutlich schlechter ab. Die reichweitenstärkste Zeitungs-Website in Großbritannien, die des „Guardian“, erzielt eine Zufriedenheitsrate von 48,7 Prozent, 16,4 Prozent weniger als noch 2008. News International kommt auf 32,4 Prozent (-14,4 Prozent), FT.com 41,9 Prozent (-5,8 Prozent) und Telegraph.co.uk 49,4 Prozent (+13,9 Prozent).

Noch deutlich schlechter schneidet der private TV-Sender ITV mit seinen Online-Werbe-Bemühungen ab. Nur 28,3 Prozent der befragten Werbetreibenden sind mit der Leistung dort zufrieden.

Dave Katz von der Online-Agentur Media Contacts (gehört zu Havas) hat eine mögliche Erklärung für das schlechte Abschneiden der Zeitungs-Websites parat. In „Mediaweek“ sagte er: „Die Zeitungs-Industrie und viele andere traditionelle Medien leiden vielleicht ein bisschen darunter, dass sie sich zu spät ums Digitale gekümmert haben. Es könnte sein, dass das Digital-Geschäft lange Zeit bei ihnen nicht im Fokus stand.“

PaidContent.org geht in der Bewertung der Studien-Ergebnisse noch einen Schritt weiter: „Wenn Zeitungs- und Zeitschriften-Vermarkter wirklich ehrlich zu sich sind, dann müssten viele zugeben, dass das Digital-Geschäft auch heute noch nicht im Fokus steht. Und wenn man ihre Online-Umsätze mit denen von reinen Online-Vermarktern vergleicht, zeigt sich das auch.“ Gut möglich, dass dieser Befund nicht nur für Großbritannien gilt.

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