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Bresser im Auftrag der Telekom bespitzelt

Der frühere ZDF-Chefredakteur Klaus Bresser taucht in Berichten auf, die 2004 von einer Berliner Detektei im Auftrag der Telekom über einen möglichen Geschäftspartner erstellt hat. Die "Süddeutsche" zitiert aus Unterlagen des Bundeskriminalamts (BKA), nach denen Bresser in Anruflisten aus den USA auftaucht. "Es ist ein ungeheuerlicher Vorgang, dass man unter privaten Bekannten nicht telefonieren kann, ohne dass das in irgendwelche Spitzelberichte eingeht", sagte Bresser der "SZ".

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Das BKA ermittelte in der bekannten „Schnüffel-Affäre“, bei der die Berliner Detektei „Network“ herausfinden sollte, wer die Medien mit internen Zahlen und Papieren aus dem Konzern fütterte; betroffen waren etliche Journalisten und Telekom-Mitarbeiter.
Offenbar wurde „Network“ auch sonst für Telekom tätig: Etwa bei Recherchen zu einem Wiesbadener Geschäftsmann und Freund von Klaus Bresser, der sich der Telekom als Berater angeboten haben soll. Dafür besorgte „Network“ Anruflisten aus den USA, auf denen auch Bresser steht. Laut BKA teilte „Network“ der Telekom mit, die Anrufe bei Bresser seien „besonders hervorzuheben“; sie ließen auf eine „sehr gute Vernetzung“ schließen.

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