Nichts spricht gegen „Stumme Verkäufer“

Zeitungen dürfen über ungesicherte Verkaufsboxen, auch bekannt als "Stumme Verkäufer", vertrieben werden. Der Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe wies eine Klage mehrerer Verlage gegen die Axel Springer AG ab, die "Welt Kompakt" über die Blechboxen verkaufen will. Die Verlage der Berliner Konkurrenten halten den Vertriebsweg für wettbewerbswidrig, weil er zur Gratisentnahme verleite.

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Deckel hoch, Zeitung nehmen, Geld einwerfen: „Stumme Verkäufer“ gehören zum nostalgischen Inventar des Zeitungsgewerbes. Der BGH musste sich damit schon mehrfach befassen, zuletzt 1996 neigte das Gericht zum Verbot, weil der ungesicherte Kasten ein verdecktes Gratisangebot – und damit wettbewerbswidrig – sein könnte.
Diesmal folgten die Richter der Argumentation von Springer, nach der man die 70 Cent für „Welt Kompakt“ sehr wohl haben wolle. Das sehr modern konzipierte Blatt soll über immerhin 1000 Aufsteller in Berlin verkauft – und gelegentlich leider auch abgegeben – werden.

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