„B.Z.“ und „SZ“ kassieren für iPhone-Apps

Axel Springer macht ernst mit kostenpflichtigen Inhalten fürs iPhone. Die "B.Z." ist die erste Tageszeitung aus dem Verlag, deren Inhalte im iTunes Store gegen Geld erhältlich sind. Kostenpunkt: 79 Cent, zumindest bis 31. Dezember 2009. Im nächsten Jahr folgt ein Abo-Modell. Mit dem neuen Mobilangebot sind alle News, Berichte und Fotogalerien des Berliner Boulevard-Blatts jederzeit und überall abrufbar. Auch die "SZ" will Mitte November eine kostenpflichtige iPhone-App an den Start bringen.

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Seit Monaten suchen die Verlage nach Wegen, ihre digitalen Inhalte zu Geld zu machen. Das iPhone scheint in den Augen vieler Medienhäuser ein zukunftsträchtiges Erlösmodell zu bieten. Im August hatte Springer-Chef Mathias Döpfner angekündigt, mobile Angebote zu entwickeln und Geld dafür zu verlangen. Die iPhone-App für die Inhalte der „B.Z.“ bildet jetzt den Auftakt.

Highlight der neuen „B.Z.“-App ist nach eigenen Angaben die „Floating Navigation“. Damit sollen User sich durch einzelne Bezirke der Hauptstadt navigieren und rund um die Uhr lokale News abrufen. Eine exakte Geo-Positionierung soll den Aufenthaltsort des Nutzers detailliert bestimmen und Fotomotive der aktuellen Umgebung zeigen. Ab 4. November bietet das neue Angebot auch iPhone-Spiele sowie einen Blog mit News und Tests zu Apples Smart-Phone.

Auch die „Süddeutsche Zeitung“ setzt auf Paid-Content für ihre mobilen Angebote. Mitte November startet eine iPhone-Anwendung in zwei Varianten: eine kostenfreie (Basic) und eine kostenpflichtige (Gold). Die „Gold“-Version soll 1,59 Euro kosten. Eine eigens installierte Arbeitsgruppe entwickelt gerade ein Premium-Abo, das den Lesern der Print-Ausgabe zusätzliche Funktionen wie Personalisierungsmöglichkeiten auf der Website bietet. Dafür wäre das Angebot etwas teurer. Außerdem hat „sueddeutsche.de“-Chefredakteur Hans-Jürgen Jakobs gegenüber dem Branchendienst Kress angekündigt, „mit dem bodenlosen Verschleudern“ der Print-Inhalte aufzuhören.

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