„Spiegel“: Guter Verkauf mit „Wackelbild“

Das ungewöhnliche "Spiegel"-Plastik-Cover zur Bundestagswahl mit den Kandidaten Merkel und Steinmeier hat sich recht gut verkauft. Laut aktueller Zahlen der IVW ging es im Einzelverkauf, also in Kiosk, Supermarkt & Co. 362.259 mal über die Ladentische. Das ist zwar keine sensationelle Verkaufszahl, sie liegt aber immerhin über den "Spiegel"-Ausgaben der drei Vorwochen. Der "Focus" fiel mit seinem "Parteien-Check" hingegen auf den zweitschlechtesten Wert des bisherigen Jahres.

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So verkaufte sich der Titel mit der Zeile „Wen soll ich wählen?“ in der Woche vor der Bundestagswahl nur 86.642 mal an Kiosk & Co. Nur ein „Focus“ lag 2009 noch schwerer in den Regalen: Ausgabe 2/2009 mit dem sperrigen Anti-Krisen-Titel „Warum wir und aus 2009 (trotzdem) freuen“ lag bei einer Verkaufszahl von 85.995.

Anders das Bild wie gesagt beim „Spiegel“: Das Plastik-Wackelbild mit Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier und der Titelzeile „Es kommt so… oder so“ verkaufte sich trotz des lahmen Wahlkampfes recht gut. Das Plastik-Gimmick, das einen sechsstelligen Euro-Betrag verschlungen haben dürfte, war dabei sicher ein Verkaufsargument und dürfte bei vielen „Spiegel“-Käufern als Sammlerstück nicht mit im Altpapier gelandet sein.

Der „stern“, der in den Wochen vor der Wahl ohne direktes Wahl-Cover auskam, mit „Raus aus Afghanistan“ aber immerhin ein außenpolitisches Thema auf den Titel brachte, landete unter den Zahlen der Vorwochen, mit 305.583 im Einzelverkauf abgesetzten Heften ging es aber nicht unter die 300.000er-Marke, die ein paar Wochen vorher vom Titel mit dem Kapitän des entführten Schiffes „Hansa Stavanger“ unterboten wurde.

  

Alle Heft-Auflagen von „Spiegel“, „stern“ und „Focus“ können Sie jederzeit mit unserem Cover-Check-Tool recherchieren.

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