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Konnte Emig überhaupt bestochen werden?

Der Bundesgerichtshof muss die Frage klären, ob Sportchef Jürgen Emig beim Hessischen Rundfunk mit einem Staatsbeamten vergleichbar war – nur dann wäre das Urteil gegen ihn wegen Bestechlichkeit und Untreue rechtmäßig. So fasst die "Süddeutsche" ihre Beobachtungen bei der mündlichen Verhandlung vor dem BGH gestern zusammen. Emig, der rund 300.000 Euro von Sportveranstaltern kassiert haben soll, ist vom Landgericht Frankfurt zu zwei Jahren und drei Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt worden.

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Folgt man der fesselnden Analyse der „SZ“, so wird der BGH letztlich eine medienpolitisch wichtige Entscheidung treffen: Ob nämlich Journalisten öffentlich-rechtlicher Sender die „Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben“ ausüben und somit Staatsbeamten vergleichbar sind. Die Urteilsverkündung ist für den 27. November angesetzt. 
Laut „SZ“-Autor Helmut Kerscher war eine Tendenz bei Richterin Ruth Rissing-van Saan nicht zu erkennen. Ihre – einstweilige – Antwort auf die Kernfrage, öffentliche Aufgabe oder nicht, sei so ausgefallen: „Kann sein, muss nicht sein.“

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