Springer will sich bei 68ern entschuldigen

Nach dem Scheitern der geplanten Neuauflage des Springer-Tribunals, startet der Verlag einen neuen Versuch, sich mit den Studentenprotesten von 1968 auszusöhnen. Laut Netzeitung.de kündigte "Welt"-Chefredakteur Thomas Schmid am Montagabend in Berlin an: "Wir werden bald im Internet lückenlos und ohne jede Ausnahme alle Artikel aus den Blättern des Axel-Springer-Verlags zur Studentenbewegung dokumentieren, damit das jeder nachlesen kann." Zudem müsse man sich für Manches entschuldigen.

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Schmid äußerte sich während einer Diskussion über eine neue wissenschaftliche Studie, samt WDR-Fernsehdokumentation. Titel von Film und Untersuchung: „Feind-Bild Springer – Ein Verlag und seine Gegner“. In der Studie beleuchten Wissenschaftler der Freien Universität Berlin die Bespitzelung des Verlags durch die DDR-Staatssicherheit. Die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass sch die Stasi größte Mühe gab, den Verlag zu unterwandern, das Vorhaben jedoch nicht gelang.

Darüber hinaus unterstützte die Stasi offenbar aber auch den Kampf der Studenten gegen Springer. Die 68er warfen dem Verlag vor, mit hetzerischen Artikeln und Aufmachern zur Gewalteskalation beizutragen. Einen Fakt, den mittlerweile niemand mehr in Zweifel zieht. „Es hat viele Artikel in den Blättern des Axel-Springer-Verlages gegeben, die unter der Gürtellinie und vielleicht auch nah an der Hetze waren“, sagte Schmid, der selbst früher Mitglied des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes war. „Dafür hat sich der Verlag zu entschuldigen – und das tut er auch.“

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