Schäferkordt sieht kein deutsches Hulu

Kein deutsches Hulu in Sicht: Die RTL-Geschäftsführerin Anke Schäferkordt hat in einem "SZ"-Interview dem Erfolgsmodell der USA im Bereich Online-Streaming eine Absage erteilt. Jeder Sender habe seine eigene Videoplattform, für sie zähle "die eigene Programmmarke und auch die Sendermarke, die über dem Ganzen steht. Wo RTL draufsteht, soll RTL drin sein."

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Während Hulu.com in den USA als gemeinsame Plattform vieler TV-Anbieter stetig wächst, werden in Deutschland wohl weiter exklusive Sender-Ableger um Marktanteile kämpfen. Schäferkordt nennt den Grund: „Uns geht es nicht nur darum, Inhalte möglichst weit zu verbreiten. Wir müssen auch die Kontrolle behalten: ob beim Signalschutz oder der Vermarktung.“

Den Start des digitalen ZDF-Kanals Neo kommentiert die Managerin mit spürbarer Empörung: „Ich frage mich: Wie groß muss das Öffentlich-Rechtliche in Deutschland noch werden, während Private selbst in Krisen wie diesen überreguliert bleiben? Wann wird die Politik beginnen, die Vielfalt zu schützen, um die uns andere beneiden?“

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