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Überragender Sieg für den Comedypreis

Während die Verleihung des Deutschen Fernsehpreises in diesem Jahr katastrophale Quoten einfuhr, war der Deutsche Comedypreis so erfolgreich wie seit 2002 nicht mehr: 2,75 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen die Aufzeichnung bei RTL - ein fabelhafter Marktanteil von 26,0% und der klare Tagessieg. Keine Chance hatte ProSieben mit James Bond und Robbie Williams, sogar auf einen neuen Minusrekord fiel "Die Oliver Pocher Show" bei Sat.1, die bei miserablen 7,0% hängen blieb.

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Der Freitag bei den 14- bis 49-Jährigen:

Nur 0,75 Mio. sahen Pochers Late-Night-Versuche diesmal, so wenige wie seit Start der Sendung vor einigen Wochen noch nie. Allein dem Comedypreis die Schuld dafür zu geben, wäre aber ein bischen zu einfach, denn selbst kabel eins, Vox und RTL II hatten nach 22 Uhr mehr Zuschauer als Sat.1. Dazu gleich mehr, zunächst bleiben wir noch kurz bei den großen Privatsendern. „Der Deutsche Comedypreis“ gewann also mit 2,75 Mio. Werberelevanten, dahinter platzierten sich mit „Wer wird Millionär?“ (2,26 Mio.) und „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ (2,12 Mio.) noch zwei weitere RTL-Programme.

Stärkster RTL-Konkurrent war „James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie“, der mit 1,70 Mio. 14- bis 49-Jähigen immerhin auf gute 14,3% sprang. Robbie Williams zerstörte die guten Quoten danach aber komplett: Sein „red! Stars, Lifestyle & More“-Special mit Ausschnitten des kostenlosen Berlin-Konzertes wollten nur 0,84 Mio. sehen – ein unschöner Marktanteil von 8,4%. Noch darunter landete bekanntlich Oliver Pocher. Bei Sat.1 war der Freitagabend ohnehin schon schwach gestartet: „Die Hit Giganten“, die ihre besten Zeiten lange Zeit hinter sich haben, blieben diesmal bei Werten von 0,95 Mio. und 7,9% hängen.

Nun zu den Sendern der zweiten Privat-TV-Liga, zu Vox, RTL II und kabel eins. Das mit Abstand erfolgreichste Programm war dort diesmal der Film „Blade Trinity“, der mit 1,11 Mio. um 22.15 Uhr bei RTL II grandiose 12,5% holte. Normal sind für RTL II die Hälfte dieser Marktanteilspunkte. Auch zuvor um 20.15 Uhr lief es schon gut: „Pitch Black – Planet der Finsternis“ sprang immerhin auf 7,4%. Vox landete ebenfalls über seinem 12-Monats-Durchschnitt von 7,5%, allerdings nicht ganz so klar. So schaffte „CSI: NY“ um 20.15 Uhr mit 0,90 Mio. jungen Zuschauern 7,7%, „The Closer“ erzielte danach 8,0%. „Law & Order: Special Victims Unit“ blieb um 22.05 Uhr gar bei unbefriedigenden 6,8% hängen, bevor eine weitere Episode starke 9,7% erkämpfte. Schließlich kabel eins: Dort legte „Ghost Whisperer“ um 20.15 Uhr mit bärenstarken 8,1% los, „Cold Case“ kam auf 7,6%, sowie um 22.15 Uhr mit 0,84 Mio. 14- bis 49-Jährigen noch auf 7,8%. Mit anderen Worten: Oliver Pocher musste sich im direkten Vergleich neben RTL und ProSieben auch allen drei Sendern der zweiten Privat-TV-Liga geschlagen geben.

Bei den öffentlich-rechtlichen Sendern war der ARD-Schmalz „Schaumküsse“ überraschend erfolgreich: 1,28 Mio. 14- bis 49-Jährige beförderten den Film im jungen Publikum auf sehr gute 10,7% und damit bis auf Platz 8 der Tages-Charts. Die „Tagesschau“ kletterte um 20 Uhr mit 10,2% ebenfalls über die 10%-Marke, die „Polizeiruf 110“-Wiederholung landete mit 6,6% hingegen nur im Mittelmaß. Im ZDF begann der Abend in diesem Mittelmaß. Der Start neuer „Kommissar Stolberg“-Episoden kam nicht über 6,3% hinaus. Besser erging es der „SOKO Leipzig“ mit 7,2%, das „heute-journal“ fiel allerdings auf ungewöhnlich schlechte 4,7% und „Die Vorleser“ bleiben mit 1,8% das Gegenteil eines Publikumsmagneten.

Bei den kleineren Sendern erzielte Super RTL in der Prime Time außergewöhnliche Top-Quoten: Der Zeichentrickfilm „Disneys Bärenbrüder2 “ kam bei seiner Free-TV-Premiere auf Zahlen von 0,74 Mio. 14- bis 49-Jährigen und 6,3%. Er übertraf die Super-RTL-Normalwerte von 2,7% damit deutlich.

Der Freitag im Gesamtpublikum:

Auch insgesamt gewann RTL das Quotenrennen, allerdings nicht mit dem Comedypreis, der mit 4,41 Mio. Zuschauern nur Platz 6 belegt. Gesiegt hat stattdessen „Wer wird Millionär?“: Günther Jauchs Quiz kam um 20.15 Uhr auf 6,16 Mio. Seher – und damit klar mehr als ARD und ZDF. Zwischen die beiden RTL-Programme schoben sich allerdings je zwei ARD- und ZDF-Programme. So war der ARD-Film „Schaumküsse“ auch ingesamt sehr erfolgreich, kletterte mit 5,74 Mio. Zuschauern auf starke 18,2%. Die 20-Uhr-„Tagesschau“ belegt mit 4,80 Mio. und 16,8% Platz 3. Auf den Rängen 4 und 5 folgen die beiden ZDF-Krimiserien „SOKO Leipzig“ und „Kommissar Stolberg“ mit 4,58 Mio. bzw. 4,54 Mio. Krimifans, sowie ordentlichen Marktanteilen von 14,8% und 14,4%.

Abseits der großen drei Sender hatte keine Prime-Time-Sendung, sondern Sat.1-Nachmittagsserie „Niedrig und Kuhnt“ die meisten Zuschauer: 2,99 Mio. reichen um 17 Uhr für extrem gute 22,1%. Um 20.15 Uhr besiegte James Bond für ProSieben die restliche Konkurrenz: 2,60 Mio. sahen „Der Morgen stirbt nie“. „Die Hit Giganten“ sahen bei Sat.1 nur 1,72 Mio. (5,6%) und damit nur wenige mehr als Super RTLs „Bärenbrüder 2“ mit 1,52 Mio. Zuschauern und tollen 4,8%.

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