Stiftung fördert Lokalseiten der „NY Times“

Stiftungsmodelle zur Sicherung des Qualitäts-Journalismus werden auch in Deutschland diskutiert. In den USA sind sie bereits Realität: Die "New York Times" berichtet, dass sie künftig Texte aus Chicago von ehemaligen Top-Journalisten der insolventen "Chicago Tribune" beziehen wird. Dazu wurde eine Non-profit-Gesellschaft gegründet, die unter anderem von der milliardenschweren John D. and Catherine T. MacArthur Foundation finanziert wird.

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Die „Chicago News Cooperative“ hat ihren ersten zahlenden Kunden in der wirtschaftlich angeschlagenen „New York Times“, die ab dem 20. November zweimal wöchentlich zwei Lokalseiten für Chicago ausliefern wird. Die MacArthur Foundation ist bekannt für die Vergabe von Forschungsstipendien, sie unterstützt auch „public broadcast“-Sender.
 
Schlüsselfigur und Redaktionsleiter des Projekts ist James E. O’Shea, ein früherer leitender Redakteur der „Los Angeles Times“ und der „Chicago Tribune“.  Nach Darstellung der „New York Times“ wurde O’Shea von der Tribune Company zur „LA Times“ beordert, dann aber entlassen, als er sich weigerte, massive Sparmaßnahmen umzusetzen. Für die Journalisten-Kooperative konnte O’Shea weitere namhafte Kollegen gewinnen, die von der „Tribune“ entweder abgefunden wurden oder freiwillig gingen.
 
Wie die „NY Times“ weiter andeutet, steht sie auch in San Francisco in Verhandlungen mit einer „news cooperative“, die die dort bereits existierenden Lokalseiten übernehmen könnte.

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