Q3-Bilanz: Amazon verblüfft die Wall Street

Der weltgrößte Online-Einzelhändler Amazon hat ein bombastisches Quartal abgeliefert. Wie das an der Technologiebörse Nasdaq notierte Internet-Unternehmen nach Handelsschluss bekannt gab, konnten sowohl die Gewinn- als auch Umsatzschätzungen der Analysten übertroffen werden – und zwar bei weitem. Mehr noch: Im Weihnachtsquartal soll alles noch besser werden, die eigene Prognose wurde deutlich angehoben. Anleger reagierten begeistert und feuerten die Amazon-Aktie in Richtung neuer Allzeithochs.

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Der weltgrößte Online-Einzelhändler Amazon hat ein bombastisches Quartal abgeliefert. Wie das an der Technologiebörse Nasdaq notierte Internet-Unternehmen nach Handelsschluss bekannt gab, konnten sowohl die Gewinn- als auch Umsatzschätzungen der Analysten übertroffen werden – und zwar bei weitem.   Mehr noch: Im Weihnachtsquartal soll alles noch besser werden, die eigene Prognose wurde deutlich angehoben. Anleger reagierten begeistert und feuerten die Amazon-Aktie nachbörslich in Richtung neuer Allzeithochs.
Jeff Bezos hat bekanntlich eine der markantesten Lachen des Silicon Valleys. Heute dürfte der ehemalige Fondsmanager die Lacher der Wall Street auf seiner Seite haben: Bei 107 Dollar notiert die Amazon-Aktie nach Handelsschluss, 15 Prozent höher als am Ende des regulären Handels. Was war passiert?

Nach 118 Millionen Dollar oder 27 Cent je Aktie im Vorjahresquartal konnte Amazon im abgelaufenen Dreimonatszeitraum nunmehr stolze 199 Millionen Dollar oder 45 je Aktie verdienen. Das entsprach einer Gewinnsteigerung von nicht weniger als beeindruckenden 67 Prozent! Mehr noch: Die Analystenerwartungen, die noch bei 33 Cent je Aktie gelegen hatten, wurden damit regelrecht weggeblasen.

Kindle meistverkaufter Artikel bei Amazon
Das gilt auch für die Umsatzentwicklung: Nach 4,26 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum konnte Amazon zwischen Juli und September dieses Jahres stattliche 5,45 Milliarden Dollar umsetzen – 28 Prozent mehr. Analysten hatten lediglich mit Erlösen in Höhe von 5,02 Milliarden Dollar gerechnet.
 
Anteil an der rasanten Entwicklung hatte auch der E-Reader Kindle, der sich immer besser entwickelt: „Der Kindle ist inzwischen unser meistverkaufter Artikel in Dollar und nach Geräteinheiten – und zwar nicht nur im Elektronik-Bereich, sondern in allen Produktkategorien“, erklärte Amazon-CEO Jeff Bezos stolz.
Historischer nachbörslicher Handel: Amazon-Aktie auf neuen Allzeuthochs
Entsprechend optimistisch geht der 45-Jährige dann auch auf die Zielgerade des Geschäftsjahres und blieb beim Ausblick weit über den Schätzungen der Volkswirte: Statt der prognostizierten 8,11 Milliarden Dollar will Amazon nunmehr 8,125 bis 9,125 Milliarden Dollar erlösen.
Anleger reagierten darauf so euphorisch, dass Amazon-Aktionäre im nachbörslichen Handel Zeuge eines historisches Ereignisses wurden: Die Anteilscheine überboten bei 107 Dollar das zehn Jahre alte Allzeithoch vom Herbst 1999!

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