Microsoft und Google durchsuchen Twitter

Microsoft hat für seine Suchmaschine Bing spektakuläre Vereinbarungen getroffen: Schon in Kürze werden Meldungen und Status-Updates von Twitter und Facebook in die Suche integriert. Bing verschafft sich – und den Nutzern – damit einen Zugang zu "Echtzeit"-Inhalten, der den Wettbewerb mit Marktführer Google neu befeuern könnte. Der ließ sich dann auch nicht lange bitten - und zog am Abend ebenfalls mit einer Ankündigung nach.

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Microsofts Such-Chef Qi Lu bestätigte das Geschäft auf dem „Web 2.0 Summit“ in San Francisco, die Suche nach Tweets war sogar schon in der Nacht als Beta-Test unter Bing.com/twitter verfügbar. Die Einbeziehung von Facebook wurde für einen unbestimmten späteren Zeitpunkt versprochen.

Microsoft-Manager Yusuf Mehdi sprach von einem Durchbruch in „the emerging hot area of real-time information“. Über finanzielle Vereinbarungen wurde nichts bekannt; an Facebook hält Microsoft jedoch einen kleinen Anteil.
Lu betonte, dass die Vereinbarungen „nicht exklusiv“ seien. Tatsächlich zog Google wenige Stunden später mit der Botschaft nach, ebenfalls mit Twitter einig geworden zu sein. Managerin Marissa Mayer sprach von einem Zeitraum „in den nächsten Monaten“, um die Einbindung umzusetzen.

Die Kooperation mit den führenden Suchmaschinen wird die Popularität der „social web“-Seiten schlagartig weiter erhöhen und vor allem Medienanbieter zwingen, ihre Strategien anzupassen.

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