eBay: Mehr umgesetzt, weniger verdient

Erste kleine Enttäuschung der US-Quartalssaison: Der Internetpionier eBay konnte bei Vorlage der Geschäftsbilanz für das abgelaufene Quartal nicht ganz die Erwartungen der Investoren erfüllen. Zwar konnte das weltgrößte Online-Auktionshaus erstmals seit zwölf Monaten wieder mehr umsetzen – dafür brachen die Gewinne um 29 Prozent ein. Schlimmer noch: Die Prognosen für die laufende Geschäfte, das so wichtige Weihnachtsquartal, fielen etwas schwächer aus als erwartet. Die Aktie verliert nachbörslich.

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Erste kleine Enttäuschung der US-Quartalssaison: Der Internetpionier eBay konnte bei Vorlage der Geschäftsbilanz für das abgelaufene Quartal nicht ganz die Erwartungen  der Investoren erfüllen. Zwar konnte das weltgrößte Online-Auktionshaus erstmals seit zwölf Monaten wieder mehr umsetzen – dafür brachen die Gewinne um 29 Prozent ein. Schlimmer noch: Die Prognosen für die laufende Geschäfte, das so wichtige Weihnachtsquartal, fielen etwas schwächer aus als erwartet. Die Aktie verliert nachbörslich 4 Prozent.

Die Strähne ist gerissen: Nach Intel, Google, Apple und Yahoo konnte eBay bei Vorlage der jüngsten Geschäftsbilanz nicht ganz die Analystenschätzungen erfüllen. Dabei war das Zahlenwerk für den abgelaufenen Dreimonatszeitraum durchaus gut ausgefallen.

Nach 492 Millionen Dollar verdiente eBay zwischen Juli und September nunmehr 350 Millionen Dollar oder 38 Cent je Aktie. Analysten hatten gar nur mit 37 Cent gerechnet. Die Umsätze stabilisierten sich erstmals seit Ausbruch der Finanzkrise und zogen sogar um 5 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar an, was ebenfalls leicht über den Analystenschätzungen lag. Die Gewinnmarge verringerte sich allerdings auf 28,4 nach 31,8 Prozent.
John Donahoe: „eBay hat sich stabilisiert und zeigt einige positive Trends“

Wie immer an der Börse interessiert jedoch nur die Zukunft. Und die Schätzungen dafür fielen nicht so positiv wie erhofft aus: So rechnet das an der Technologiebörse Nasdaq gelistete Dot.com-Unternehmen im Schlussquartal 2009 nunmehr mit Erlösen von 2,3 bis 2,3 Milliarden Dollar, während Analysten fest 2,3 Milliarden Dollar einkalkuliert hatten.
Auch die Gewinnschätzungen lagen am unteren Ende der Wall Street-Prognosen: Statt eines Gewinns in Höhe von 40 Cent rechnet eBay mit Erträgen von 38 bis 40 Cent je Anteilsschein. Für Jeffrey Lindsay vom Brokerhaus Bernstein Research’s war das jedoch weniger tragisch: „Es hat bei eBay Tradition, konservative Ausblicke abzugeben, um sie dann zu brechen“, ordnete der Analyst die Ergebnisse in einer ersten Einschätzungen gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters nach Handelsschluss ein.

CEO John Donahoe selbst versprühte leichten Optimismus. „eBay hat sich stabilisiert und zeigt einige positive Trends“, so der eBay-Vorstandsvorsitzende. „Oder einfach ausgedrückt: Der Turnaround beginnt sich auszuzahlen.“ Anleger beurteilten die Konzernergebnisse indes anders und schickten die eBay-Aktie auf Talfahrt – nämlich 4 Prozent tiefer auf weniger als 24 Dollar.

 

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