So blamiert Sonneborn die WDR-Moderatoren

Am Dienstag Nacht sendete der WDR zu sehr später Stunde um 0.15 Uhr die umstrittene "Zimmer frei!"-Folge mit dem ehemaligen "Titanic"-Chefredakteur Martin Sonneborn. Die Folge wollte der WDR zunächst nicht zeigen, weil sie angeblich "aus Sicht der Redaktion leider wenig zur Unterhaltung beizutragen wusste". Nach Ansicht der Sendung kann man das nicht nachvollziehen. Sonneborn war wie immer. Im Studio wurde viel gelacht. Nur die beiden Moderatoren Christine Westermann und Götz Alsmann sahen gar nicht gut aus.

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Am Dienstag Nacht sendete der WDR zu sehr später Stunde um 0.15 Uhr die umstrittene „Zimmer frei!“-Folge mit dem ehemaligen „Titanic“-Chefredakteur Martin Sonneborn. Die Folge wollte der WDR zunächst nicht zeigen, weil sie angeblich „aus Sicht der Redaktion leider wenig zur Unterhaltung beizutragen wusste“. Nach Ansicht der Sendung kann man diese Argumentation nicht nachvollziehen. Sonneborn war ironisch wie immer. Das Publikum im Studio hat viel gelacht. Nur die beiden Moderatoren Christine Westermann und Götz Alsmann sahen gar nicht gut aus.

Vor allem Christine Westermann hatte ganz offensichtlich Probleme mit Sonneborns Humor-Stil klarzukommen. Mehrfach merkte sie während der Sendung an, jetzt nicht zu wissen, ob er etwas ernst meine oder nicht. Bereits zu Beginn der Sendung verhaspelte sie sich und sprach Sonneborn auf die „Titanic“-Bestechungsaktion zur WM 2004 hin, was natürlich WM 2006 hätte heißen müssen. Eine Kleinigkeit, aber Sonneborn ließ sie auflaufen und ritt im weiteren Verlauf der Sendung mehrfach auf dem Versprecher herum. Im weiteren Verlauf konnte man den Eindruck gewinnen, Westermann und Alsmann hätte die laufende Sendung am liebsten abgebrochen. Das Unwohlsein der beiden im Gegenwart des wie stets in fadenscheiniges Polyester gewandeten Sonneborns war fast mit Händen zu greifen.

Das ist auch Sonneborn selbst nicht entgangen. Im Interview mit MEEDIA sagte der Satiriker, er würde nicht mehr zu „Zimmer frei!“ gehen, weil er die Nerven von Frau Westermann nicht überstrapazieren wolle. Auch Götz Alsmann bekam von Sonneborn immer mal wieder eine mit. Diverse Spar-Witze von Alsmann wurden von dem penetrant Steak essenden Sonneborn trocken mit „sehr lustig“ kommentiert. Sonneborns fragte mitten während der Sendung die beiden Moderatoren wer sie eigentlich seien, er bezeichnete Utensilien für Spiele einfach als „Dings“, war also genauso, wie man ihn kennt. Einige schätzen diese Art von Humor, andere nicht. Zu letzterer Kategorie gehören offenbar auch Christine Westermann und Göz Alsmann. Das hätten die Macher von WDR aber auch schon wissen können, bevor sie Sonneborn eingeladen haben.

Der setzte sich während der Sendung auch nicht explizit für die Abschaffung der GEZ-Gebühren ein, wie es hieß. Auf Nachfrage der Moderatoren erzählte er lediglich über eine alte „Titanic“-Aktion, bei der 50 Euro unter Lesern verlost wurde, die die Rundfunkgebühren bei derGEZ mit der Begründung kündigten, Johannes B. Kerner sei als Moderator überbezahlt.

Weitaus besser mit dem speziellen Sonneborn-Humor kam neulich der „Spiegel“-Mann Matthias Matussek zurecht. In seiner Videokolumne lieferte sich Matussek mit Sonneborn im Vorfeld der Bundestagswahl ein inszeniertes Streitgespräch, bei dem ordentlich die Fetzen flogen, niemand irgendetwas ernst nahm und sich Sonneborn und Matussek am Ende sogar an die Gurgel gingen. Hätte Christine Westermann das „Streitgespräch“ zu moderieren gehabt, hätte sie sicher mit entgleisten Gesichtszügen gefragt: „Meinen die das jetzt ironisch?“ Neee, Frau Westermann. Die meinen das ernst. Ganz ehrlich.

Von der umstrittenen „Zimmer frei!“-Ausgabe mit Martin Sonneborn kann sich in der WDR-Mediathek mittlerweile jeder selbst ein Bild machen.

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