ACTA: Internetnutzung wächst weiter rasant

Während in den Altersschichten von 14 bis 49 inzwischen 80 bis 90% der Bevölkerung online sind, breitet sich das Netz bei den Älteren weiterhin sehr stark aus. 2009 nutzen schon 55% der 60- bis 64-Jährigen das Internet, die jährliche Wachstumsrate beträgt 16%. Das sind einige der Erkentnisse der diesjährigen ACTA-Studie, mit der das Institut für Demoskopie Allensbach jährlich u.a. die Ausbreitung neuer Technologien untersucht. Das Internet wächst dabei fast so schnell wie das Fernsehen in den 50er und 60er Jahren.

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Laut ACTA nutzen derzeit 89% der 14- bis 29-Jährigen das Internet, 80% der 30- bis 49-Jährigen, 68% der 50- bis 59-Jährigen und 55% der 60- bis 64-Jährigen. Die Verlaufskurven aus der Historie der Allensbach-Untersuchungen zeigen dabei sehr anschaulich, wie sehr das Netz zum Massenmedium geworden ist. Gehörten 1996 noch 4% der 16- bis 69-jährigen Deutschen zu den Internetnutzern, sind es 13 Jahre später nun 74%. Zum Vergleich: das Fernsehen wuchs im vergleichbaren Zeitraum von 1956 bis 1969 von 4% auf 83%, also nur ein bisschen schneller.

(Grafik-Quelle: http://www.acta-online.de/)

Auch die Bedeutung des Netzes als Informationsquelle steigt weiter. Von 2008 auf 2009 stieg die Zahl der Internetnutzer, für deren „tägliche Information Computer und Internet unverzichtbar sind“ laut Allensbach von 46% auf 51%. Dennoch spielt das Netz im Vergleich zu den anderen Massenmedien bei der tagesaktuellen Information weiterhin eine relativ geringe Rolle. Auf die Allensbach-Fragestellung, in welchem Medium sich die 9.668 Studien-Teilnehmer gestern über das aktuelle Geschehen informiert haben, antworteten 64% „im Fernsehen“, 46% „in der Zeitung“, 35% „im Radio“ und nur 20% „im Internet“. Das Web konnte sich damit um drei Prozentpunkte verbessern, TV und Zeitung blieben bei ihren Vorjahreswerten und das Radio verlor einen Zähler. Wenig überraschend ist die ACTA-Erkenntnis, dass die Nutzung sozialer Netzwerke besonders stark steigt: 23% der Befragten nutzen solche Plattformen laut Allensbach.

Zudem hat Allensbach die rund 10.000 Leute auch nach ihren genutzten Websites befragt. Google führt dieses Ranking mit hochgerechnet 37,26 Mio. Nutzern pro Monat in diesem Jahr an – ein Plus von 6,9%. Ebay folgt mit 24,33 Mio. Nutzern vor der Wikipedia (23,66 Mio.), YouTube (17,68 Mio.) und T-Online (14,73 Mio.). Meistgenutztes redaktionelles Angebot ist Spiegel Online mit 5,95 Mio. Nutzern pro Monat vor Bild.de (5,60 Mio.), RTL Online (5,40 Mio.), sowie ARD.de (5,36 Mio.) und ZDF Online (5,35 Mio.).

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