Werbemarkt bleibt weiter angespannt

Auch wenn es vage Aussichten auf eine Erholung auf den internationalen Anzeigenmärkten im kommenden und übernächsten Jahr gibt - die Kriste hat die Werbemärkte weiter fest im Griff. Zum dritten Mal korrigierte das Medien-Netzwerk Zenith Optimedia aus der Publicis Group die Prognose für die Entwicklung im laufenden Jahr nach unten. Nach einer Prognose von minus 8,5 Prozent im Juli gehen die Analysten nun von 9,9 Prozent Rückgang aus. Für Deutschland werden minus 8,5 Prozent vorausgesagt.

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Die weltweiten Werbe-Spendings werden laut Zenith Optimedia auf 445 Milliarden Dollar, umgerechnet 299 Milliarden Euro. Interessanterweise begründete die Agenturgruppe das erneute Downgrading mit dem Hinweis, bei dieser Prognose habe man „neue Details“ berücksichtigt, die zeigten, „wie schmerzvoll das erste Halbjahr für die Medienindustrie war.“
Der Forecast stellt ausdrücklich fest, dass „die weltgrößten Medienhäuser in den ersten sechs Monaten im Durchschnitt 13,1 Prozent weniger Anzeigen- und Werbeerlöse verzeichnet“ hätten, was die besonders angespannte Lage in diesem Wirtschaftszweig unterstreiche.
Allerdings, so die Forscher weiter, gäbe es auch Anzeichen, wonach vor Ende 2009 das Schlimmste überstanden sein könnte und die Rückgänge in den letzten Monaten des Jahres nicht mehr ganz so drastisch ausfallen werden. 2010 werde sich dann eine Schere öffnen: Während auf den gut entwickelten Märkten wie USA und Westeuropa ein weiterer Rückgang um 2,9 Prozent zu erwarten sei, rechne man auf den Entwicklungsmärkten mit einem „sehr gesunden Wachstum“ von 7,8 Prozent.
„Der Konsumentenindex entwickelt sich derzeit wider aller Erwartungen stabil bis leicht steigend“, zitiert der Mediendienst „Horizont“ Zenith Optimedia Deutschland-Chairman Nicole Prüsse, „was dazu führt, dass insbesondere Konsumgüterhersteller auch wieder mehr in Werbung investieren.“ Auch wenn man deshalb optimistischer ins Jahr 2010 blicke, werde das Niveau der Zeit vor der Krise aber nicht erreicht.

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