„TV der Zukunft findet in Netzwerken statt“

Webisodes haben sich in Deutschland etabliert: Nach den „Candy-Girls“ geht auch die "Pietshow" in die zweite Staffel. Letztere schaffte im ersten Durchgang drei Millionen Video-Abrufe von Nutzern der VZ-Communities. Meedia sprach mit den Partnern VZ-Netzwerke und Grundy UFA über die Erfahrungen aus der ersten Staffel. Im ersten Teil äußert sich Markus Berger-de León, CEO der VZ-Netzwerke, über die Bedeutung von Social Networks als Partner für die traditionellen Fernseh-Anbieter.

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Ab heute können User die zweite Staffel der „Pietshow“ abrufen. Wie sind die Erfahrungen aus der ersten Staffel?
Die Resonanz auf die erste Staffel war enorm positiv: Innerhalb von nur zwei Monaten wurden die Videos bei uns über drei Millionen Mal abgerufen. Kurz nach dem Start der ersten Staffel gab es zudem 40.000 Gruppenmitglieder zur Pietshow und mehr als 7.500 Foreneinträge, in denen die Nutzer über das Format diskutierten. Die Pietshow ist damit die bisher erfolgreichste Webserie Deutschlands und kommt nicht nur bei unseren Nutzern gut an: Als erste Webserie wurde sie für den Emmy in Cannes und erst kürzlich beim „Festival Cinema Tous Ecrans“ nominiert, worüber wir uns zusammen mit unserem Partner Grundy UFA natürlich sehr freuen.
Was wurde als Erfolgsprinzip übernommen, was wird bei der zweiten Staffel anders sein?
Die Grenze zwischen Realität und Fiktion wird auch in der zweiten Staffel durchbrochen: Der Hauptdarsteller Piet filmt alles –  was in der bereits bekannten WG passiert – mit seiner Handkamera und lädt die Videos bei StudiVZ / MeinVZ hoch. Zentrale Themen der Serie greifen dabei den Alltag der Nutzer auf. Entscheidend ist vor allem: Bei der Serie sind unsere  Nutzer nicht nur passive Zuschauer. Sie können sich über die Darsteller bei uns informieren, sich untereinander austauschen und darüber hinaus in den Gruppen über den weiteren Verlauf diskutieren.
Was erwartet studiVZ/meinVZ von der Fortsetzung der „Pietshow“? Was ist generell der Grund, Bewegtbild-Content anzubieten?
Die Fortsetzung der ersten Staffel war bei der positiven Resonanz unserer Mitglieder die logische Konsequenz. Ob die zweite Staffel ein ebenso großer Erfolg wird, entscheiden letztlich unsere Nutzer. Die Nachfrage nach Bewegtbildinhalten im Netz mit echtem Mehrwert ist jedenfalls enorm hoch – insbesondere bei unseren Mitgliedern, die sich mehrmals täglich in ihrem Netzwerk aufhalten. Ihre Bedürfnisse werden mit dem klassischen Fernsehprogramm nicht mehr abgedeckt.
Was war der Anlass, mit 3min. einen dritten Partner mit ins Boot zu holen?
Hochwertige und professionell produzierte Bewegtbildinhalte werden für die Darstellung im Netz immer wichtiger. 3min hat sich ausschließlich auf Webserien spezialisiert und kann daher dem hohen Anspruch der Nutzer noch besser gerecht werden –  eine ideale Ergänzung zu unserem erfolgreichen Partner Grundy UFA.
Welche Bedeutung haben Social Networks als Partner für die TV-Anbieter?
Die Bedeutung von sozialen Netzwerken wird in der gesamten Medienbranche noch weiter wachsen, denn die Reichweite und Aktivität der Nutzer ist so hoch wie in kaum einem anderen Medium. Die VZ-Netzwerke alleine haben bereits heute in der Zielgruppe 14 bis 29 Jahre eine größere Reichweite als jeder deutsche Fernsehsender. Hinzu kommt, dass sich das Mediennutzungsverhalten verändert hat, vor allem bei der jungen Zielgruppe, die sich unter Freunden und Bekannten über gesehene Inhalte direkt austauschen wollen. Fernsehsender und Produktionsfirmen haben das erkannt und bieten schon jetzt zunehmend ihre Formate dort an, wo sich die entsprechenden Zielgruppen im Netz aufhalten.
Welche zusätzlichen Kooperationsmöglichkeiten gibt es?
Wir bieten unseren Partnern vielfältige Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Bewegtbild an. Entscheidend ist immer, dass ein echter Mehrwert für die Nutzer entsteht. Erst kürzlich haben wir zusammen mit dem ZDF und Zeit Online das neues TV-Online-Format „Erst fragen – dann wählen“ zur Bundestagswahl erfolgreich umgesetzt. Ein weiteres gutes Beispiel ist die Übertragung hochkarätiger Konzerte live bei uns im Netzwerk in Kooperation mit livedome. Die dazugehörige Edelgruppe „Mittendrin, statt live dabei“ zählt bereits über 35.000 Mitglieder.
In Kürze  werden wir darüber hinaus unser Bewegtbild-Angebot für alle Nutzer deutlich ausbauen, in dem wir vielfältige Formate, zugeschnitten auf unsere Zielgruppen,  integrieren.
Wie ist die Perspektive, was sind die Trends in ein bis zwei Jahren?
Das Fernsehen der Zukunft findet in Netzwerken statt. Sie bieten die optimalen Voraussetzungen für eine sinnvolle Erweiterung klassischer Fernsehformate und zwar in zweifacher Hinsicht:  Erstens gibt es direkt einen Rückkanal vom Empfänger zum Sender, zweitens können die Zuschauer bzw. Nutzer sich untereinander über die Inhalte austauschen und diskutieren.

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