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„Fox News ist kein Nachrichtensender“

Die offene Auseinandersetzung zwischen dem Weißen Haus und Fox News eskaliert. Barack Obamas Kommunikations-Chefin Dunn erklärte im CNN-Interview, der Murdoch-Sender sei "ein Flügel der Republikanischen Partei". Fox News schlug zurück: Das Weiße Haus verstehe nicht den Unterschied zwischen Nachrichten und Meinung und attackiere den Überbringer schlechter Botschaften. Jetzt sprach US-Präsidenten-Berater Axelrod dem Murdoch-Kanal jegliche Seriosität ab: "Fox News ist kein wirklicher Nachrichtensender."

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Der konservative Fernsehsender Fox News hat sich in der Vergangenheit mit Kampagnen und Attacken gegen die US-Regierung und insbesondere den Präsidenten hervorgetan. Obama wurde von dem Sender als „schwarzer Rassist“, als „Lügner“ und „Gefahr“ für Amerika hingestellt. Den Schlagabtausch löste aber vor allem die Fox-Berichterstattung über Demonstrationen anlässlich der Gesundheitsreform aus. Im Blog des Weißen Hauses ist in diesem Zusammenhang von „Lügen“ die Rede.

Den Anti-Fox-Kurs rechtfertigt Kommunikationsdirektorin Dunn mit den Worten: „Die Regierung wurde angegriffen, Regierungsmitglieder wurden angegriffen, die Politik dieser Regierung wurde falsch dargestellt – und das ist noch eine großzügige Interpretation der Berichterstattung“, erklärte Dunn. „Es ist so, dass die Regierung sich ab einem bestimmten Punkt verteidigen muss.“

Fox News-Vize Michael Clemente reagierte mit einer herablassenden Erklärung: „Bei allem Respekt vor allen, die die Unterscheidung zwischen Berichterstattung und Meinungsäußerung nicht verstehen, wäre mein Vorschlag, über die Storys und Fakten zu sprechen, statt den Überbringer der Botschaft anzugreifen – was auf Dauer noch nie funktioniert hat.“ In einer neuen Erklärung schreibt Clemente, die Obama-Regierung „erklärt einem Nachrichtensender den Krieg“, statt sich auf Themen wie Jobs und Gesundheitssystem zu konzentrieren.

„Es gibt einen Fernsehsender, der sich ganz und gar der Aufgabe verschrieben hat, meine Regierung anzugreifen“, erklärte Barack Obama zuvor selbst, ohne einen Namen zu nennen. Aber er zog offenbar Konsequenzen: Im September gab er ABC, CNN, CBS, NBC und dem spanischsprachigen Univision Interviews, um für seine Gesundheitsreform zu werben – allen großen TV-Sendern bis auf Fox.
Der für seine Ausfälle bekannte Fox-Moderator Glenn Beck: „Ich glaube nicht, dass das Weiße Haus den Dialog will. … Sie wollen verunglimpfen, bloßstellen und vernichten.“ Der Sender verfügt nach eigenen Angaben über Informationen, denen zufolge bis zum Jahresende kein Vertreter des Weißen Hauses bei Fox auftreten werde. Dunn dementierte dagegen, dass ein solches Auftrittsmoratorium existiere.

Murdoch führt direkt oder in seinen Medien Kampagne gegen Barack Obama. So bezeichnete er bereits 2008 die wirtschaftspolitischen Pläne des Präsidentschaftskandidaten als „naiv“ und „gefährlich“. Murdoch warnte vor einer weiteren Verschlimmerung der Finanzkrise, sollte Obama die Wahlen gewinnen. Im Februar dieses Jahres kam es zum Eklat, als das Murdoch-Blatt „New York Post“ eine Karikatur des Präsidenten als Affe abdruckte.

Die Reaktionen auf den Zwist in den USA ist gemischt. Während viele die Frustration auf Regierungsseite verstehen, halten zahlreiche Stimmen die direkte Offensive für unklug. Der CNN-Kommentator Davod Gergen glaubt, die Angriffe der Obama-Regierung hebe die Gegenseite auf das Niveau des Weißen Hauses, was nicht in dessen Interesse liegt. Stattdessen werden „sie werden die Quoten von Fox weiter in die Höhe treiben.“

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