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„Abendzeitung“ rückt an „SZ“ heran

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet – in eigener Sache – von einer engen Kooperation mit der Münchner "Abendzeitung" (AZ), die dem SZ-Mitgesellschafter Johannes Friedmann gehört. Ziel der Zusammenarbeit, die der neue, heute vorgestellte AZ-Geschäftsführer Dieter Schmitt (bislang bei der Zeitungsgruppe Hof/Coburg/Suhl) umsetzen wird, ist offensichtlich Kostenersparnis. Gerüchte um einen Verkauf der AZ – zum Beispiel an Ippen oder Springer – sind damit wohl obsolet.

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SZ-Online-Chef Hans-Jürgen Jakobs, früher Leiter des Medienressorts, schreibt von einem Modell, bei dem „die AZ Dienstleistungen des SV nach Bedarf nach Bedarf abrufen kann.“ Aus wettbewerbsrechtlichen Gründen sei eine gemeinsame Anzeigenakquisition nicht möglich. Jakobs: „Ansonsten ist vieles vorstellbar: Kooperationen bei Technik, Organisation, Vertrieb, im Internet und in der Redaktion.“
Verleger Johannes Friedmann betont jedoch, es sei „kein Fusionsvorgang“. Damit sei der Bestand der AZ „langfristig gesichert“, wird Friedmanns Anwalt Christoph von Hutten zitiert. Friedmann wolle „weiter Zeitungsverleger sein und keinesfalls irgendeinen Anteil verkaufen“.

Diese Aussage bezieht sich offenbar auch auf die 18,75 Prozent, die die Familie Friedmann weiterhin am Süddeutschen Verlag hält, während vier andere Altgesellschafter an die Südwestdeutsche Medienholding (SWMH) verkauft haben. Die „SZ“ bestätigt bei diese Gelegenheit die Existenz einer etwas ominösen „Put-Option“, die Friedmann den Verkauf der Anteile an die SWMH zu einem „hohen Preis“ (SZ) erlaubt hätte – diese „nutzte die Familie nicht“. In Branchenkreisen war von 180 Millionen Euro die Rede, die die SWMH hätte zahlen müssen.

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