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3,2,1…keins: G+J stellt „Ebay Magazin“ ein

Wieder eine Zeitschrift weniger: Nach MEEDIA-Informationen nimmt Gruner + Jahr das im Mai 2007 mit großen Erwartungen gestartete "Ebay Magazin" vom Markt. Die letzte Ausgabe erscheint am 6. November. Dem Vernehmen nach steht der Schritt aber nicht im Zusammenhang mit den aktuellen Sparplänen Medienhauses, sondern mit der Kündigung des Kooperationsvertrags durch das Auktionshaus. Ebay hatte sich darin verpflichtet, pro Ausgabe 450.000 Hefte aufzukaufen. Die Redaktion ist offenbar bereits gekündigt.

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Bereits vor einem Jahr war das stark gestartete, dann aber im Einzelverkauf schwächelnde junge Lifestyle- und Service-Magazin aus den Kiosken verschwunden. Damals einigte sich Gruner + Jahr in Kooperation mit Ebay auf ein neues Vertriebsmodell: Die Druckauflage wurde auf 460.000 Exemplare erhöht, wovon das Auktionshaus  den Großteil direkt abnahm und an ausgewählte Kunden verschenkte. Bis zu 10.000 Exemplare sollte an zahlende Abonnenten gehen. Gleichzeitig wurde der Umfang reduziert und der Anzeigenpreis auf 13.400 Euro pro Seite erhöht.

Wie MEEDIA aus Unternehmenskreisen erfuhr, hat Ebay den Ende 2009 auslaufenden Vertrag nicht verlängert.

Das hat auch mit internen Umstrukturierungen bei Ebay zu tun. Das Marketing wird sei Anfang des Jahres zentral für ganz Europa aus Zürich geführt (wie andere Bereiche auch). Der strauchelnde Internet-Riese verabschiedet sich unter dem Druck der Krise und der Konkurrenz durch Rivalen wie Amazon zunehmend vom Auktionsgeschäft für private Käufer und Verkäufer, und setzt immer stärker darauf, eine Art Resterampe und Schnäppchenmarkt zu werden. Damit verlagert sich auch die Kommunikation zunehmend auf Direktmarketing und Abverkaufswerbung, Imagewerbung wie sie eine Kundenzeitschrift betreibt ist in diesen Zeiten eher nicht gefragt.
Die Zeitschrift war ursprünglich von den „Neon“-Chefredakteuren Timm Klotzek und Michael Ebert entwickelt worden und sollte die Ebay-Welt für eine junge, stilbewusste und gut verdienende Klientel erschließen. Ein siebenköpfiges Team erstellte die Inhalte des vierteljährlich erscheinenden Titels und war dabei an die Münchner „Neon“-Redaktion angedockt. Diese Stellen fallen nun weg.

Der Verlag hatte das Konzept als wegweisend gesehen: „Das ‚Ebay Magazin‘ ist die erste Verbindung eines redaktionell unabhängigen Printmagazins mit einer international erfolgreichen Internetmarke.“ Noch im Herbst 2008 betonte Verlagsleiterin Antje Schlünder zudem, dass Gruner + Jahr weiter zum Konzept stehe. Offenbar sah man nach dem Rückzug von Ebay jedoch keine Perspektive mehr, das Magazin wirtschaftlich zu betreiben.

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