Döpfner mischt sich in Brender-Diskussion ein

Axel-Springer-Boss Mathias Döpfner hat sich in die Diskussion um die Zukunft des ZDF-Chefredakteurs Nikolaus Brender eingemischt. Döpfner verfasste einen Kommentar für die "Bild am Sonntag", in dem er Roland Koch und der CDU vorwirft, die Trennung von Staat und Medien aufzuweichen.

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„Ob Nikolaus Brender ein guter ZDF-Chefredakteur ist, das wissen wir nicht“ – so beginnt Döpfner seinen in der „BamS“ und auf Bild.de veröffentlichten Kommentar. „Fest steht nur, er ist kein Parteigänger, sondern journalistisch unabhängig, was sowohl Gerhard Schröder als auch Angela Merkel schmerzlich in Erinnerung haben. Deshalb ist es unklug und inakzeptabel, wie jetzt einige CDU-Politiker versuchen, Brender loszuwerden.“

„Es geht bei diesem Fall um viel, am Ende vielleicht um die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Fernsehens“, so Döpfner weiter. „Außerdem würde eine Verfassungsklage möglicherweise das ganze System sprengen, wenn sich die Rechtswidrigkeit dieses Vorgehens erwiese. In Brüssel, wo man das deutsche System ohnehin immer kritischer sieht, könnte das entscheidenden Eindruck machen. Die CDU sieht nicht gut aus, wenn sie all das riskiert und dabei die Trennung von Staat und Medien in einer Weise aufweicht, die sich in einer Demokratie nicht gehört.“

Für Döpfner gibt es daher nur eine Lösung des Problems: „Koch und seine Kämpfer beweisen Weisheit und Souveränität. Und Schächter kann Brender einfach verlängern.“

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