Anzeige

Horror-Zahlen aus dem Süddeutschen Verlag

Aus dem Süddeutschen Verlag, dem Mutterhaus der "Süddeutschen Zeitung", dringen in diesen Tagen keine gute Nachrichten. So berichtet der "Tagesspiegel" mit Verweis auf den Betriebsrat, dass in diesem Jahr mit einem Verlust zwischen acht und zehn Millionen Euro zu rechnen ist. Die Stellenanzeigen sollen um 60 Prozent zurückgehen, andere Anzeigen um 30 Prozent. Am Donnerstag gab es in München einen Massenprotest gegen angekündigte Sparmaßnahmen.

Anzeige

Über 1.000 Mitarbeiter sind laut der Gewerkschaft Verdi gegen geplante, drastische Sparmaßnahmen des Mutterkonzerns Südwestdeutsche Medien Holding (SWMH) auf die Straße gegangen. In Stuttgart protestierten zeitgleich rund 200 Mitarbeiter gegen Sparpläne bei der „Stuttgarter Zeitung“, die ebenfalls zur SWMH gehört. Die Protestaktion fand unter dem Motto „5 vor 12“ statt. Am 27. Oktober ist in München eine Betriebsversammlung angesetzt, bei der über die konkreten Sparmaßnahmen informiert werden soll.

Der Betriebsrat fürchtet Schlimmes: „Dem Verlag fehlen wegen ausbleibender Anzeigen und Werbung 50 bis 60 Millionen Euro Umsatz“, sagte eine Betriebsrätin des Süddeutschen Verlag dem „Tagesspiegel“. Da erst vor kurzem bereits ein umfangreiches Abfindungsprogramm im Verlag durchgeführt wurde, werden nun auch Entlassungen gefürchtet. Nur mit dem Sparen von Sachkosten könne man die fehlenden Einnahmen nicht ausgleichen, so der Betriebsrat.

Die SWMH steht zudem wegen der Kredite für den Zukauf der Mehrheit am Süddeutschen Verlag zusätzlich unter Finanzdruck. Für das laufende Jahr wird in München mit einem Minus von acht bis zehn Millionen Euro gerechnet. Das hatte man sich in Stuttgart beim Kauf anders vorgestellt.

Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige