WDR macht Sonneborn ein „Zimmer frei“

Der Westdeutsche Rundfunk beugt sich dem Zuschauer-Druck und strahlt nun doch die "Zimmer frei"-Folge mit Martin Sonneborn aus. "Der entfachte mediale Wirbel führte zu zahlreichen Zuschaueranfragen, die den Sender nun veranlasst haben, die Sendung zum nächstmöglichen Termin auszustrahlen." Dieser ist am 20. Oktober um 0.15 Uhr. Alle Zuschauer, denen das zu spät ist, verpassen offenbar nichts. Denn laut WDR ist die Folge vor allem eines: "langweilig".

Anzeige

Über die Gründe für die Nicht-Ausstrahlung der Folge wird noch immer Spekuliert. Gegenüber MEEDIA sagte WDR-Sprecherin Kristina Bausch: „Tatsächlich gibt es immer noch Stimmen, die behaupten, wir hätten die Sendung aufgrund von bestimmten Äußerungen Martin Sonneborns nicht ausgestrahlt. Lassen Sie mich ganz klar sagen, dass dies nicht stimmt. Im Gegenteil: Hätte er ruhig mehr von diesen zugespitzten Aussagen getätigt, dann wäre die Sendung vielleicht nicht so langweilig geworden.“

Der Satiriker und Vorsitzende der Partei wiederum ließ in einem MEEDIA-Interview durchblicken, dass aus seiner Sicht zwei Gründe für den Ausstrahlungs-Verzicht verantwortlich seien: Erstens, kam die Moderatorin Christine Westermann mit  ihm nicht zurecht und wirkte wenig sourerän. Zweitens sollen seine GEZ-feindlichen Ausführungen auf wenig Gegenliebe beim Sender gestoßen sein. „Ich hatte in der Sendung auch schon erwähnt, dass ich grundsätzlich keine TV-Gebühren bezahle. Und dass wir bei ‚Titanic‘ regelmäßig 50-Euro-Scheine verlost haben unter Leuten, die sich mit der Begründung ‚Johannes B. Kerner ist als Moderator überbezahlt‘ bei der GEZ abmelden.“

Damit die anhaltende Diskussionen über die Sonneborn-Folge nicht nachhaltig das Image der preisgekrönten Reihe belasten, hat sich der Westdeutsche Rundfunk dann doch für einen Ausstrahlung entschlossen. „Trotz einer in 500 Sendungen unstrittig erworbenen Unterhaltungskompetenz möchte die ‚Zimmer frei!‘-Redaktion dem Urteil der Zuschauerinnen und Zuschauer nicht vorgreifen. Daher haben wir uns für die Ausstrahlung entschieden und freuen uns auf weiterhin angeregte Diskussionen“, kommentiert die WDR-Fernsehdirektorin Verena Kulenkampff.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige