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Neue „Zeit Wissen“: aktueller und klarer

Pünktlich zum fünften Geburtstag kommt der Neuanfang: Im Kampf gegen "Spiegel Wissen", "Geo" & Co. schickt die "Zeit" eine frische Version seines Science-Magazins an den Kiosk. Optisch hat Chef Jan Schweitzer das Heft komplett überarbeitet. Das Layout ist ruhiger und die Texte haben "mehr Raum bekommen". Die inhaltliches Zielsetzung dagegen ist höchste Aktualität: "Wenn in sechs Monaten ein Leser das Heft in die Hand nimmt, sollten viele Geschichten bereits veraltet sein."

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Der Chef ist zufrieden mit dem Relaunch: „Das Heft liest sich jetzt homogener und die Bilder entwickeln eine viel stärkere Wirkung. Alles in Allem wirkt die Gesamtoptik nun aufgeräumter.“ Besondern stolz ist Schweitzer auf die Einführung einer neuen Randspalte. Dadurch „können wir immer wieder für mehr Tiefe und auch Überraschungen sorgen.“ Das kann ein Glossar, eine Info-Grafik oder ein Zitat sein.
Inhaltlich wurde das Magazin nicht verändert. Allerdings ist Schweitzer sich auch sicher, dass der Fokus nicht verändert werden musste: „Wichtig ist mir, dass wir immer eine Geschichte erzählen und auch den normalen Wissenschaftsinteressierten erreichen. Ich will kein Heft von Wissenschaftlern für Wissenschaftler machen. Wir wollen den Lesern immer sagen, was bestimmte Entwicklungen, Entdeckungen oder Erkenntnisse für ihr Leben und die Gesellschaft bedeuten.“

Das Titelthema der ersten Neuausgabe von „Zeit Wissen“ lautet „Die Biologie der Seele“. Die Story will die Fragen beantworten: „Was ist das Ich? Warum ist jeder so einzigartig?“

Die Leser des Magazins rekrutieren sich hauptsächlich aus dem Pool der Konsumenten der großen „Zeit“. Dabei war das mehrfach preisgekrönte (u. a. ein Lead Award) Magazin vor fünf Jahren gestartet, um der großen Print-Mutter neue Leser zuzuführen. Das gelang nicht: „Wir haben ein recht ausgeglichenes Männer/Frauen-Verhältnis. Uns lesen überwiegend Akademiker, also die umworbene Zielgruppe. Die Leserschaft spiegelt damit eine der Stärken der Marke ‚Zeit’ wider.“
Die starke Zielgruppe schütze das Heft jedoch nicht vor einem harten Verkaufseinbruch. Im zweiten Quartal 2009 verlor „Zeit Wissen“ im Einzelverkauf dramatische 52 Prozent. Dem Vernehmen wird sich die Auflage im dritten Quartal jedoch wieder erholen.
Der Anzeigen-Verkauf zeigt sich von der Verlaufs-Delle jedoch weitestgehend unbeeindruckt: „Die Werbewirtschaft nimmt unser Produkt hervorragend an. Trotz Krise liegen wir bei den Buchungen über dem Vorjahr“, sagt Objektleiterin Christiane Dähn. „Das liegt auch daran, dass wir für den Anzeigenmarkt neue attraktive Angebote schaffen, wie beispielsweise die ‚Zeit Wissen‘ Ratgeber oder die Veranstaltungsreihe ‚Zeit Wissen‘ Zukunftswerkstatt.“
Die Macher sorgen sich nicht, dass das Science-Magazin auch die nächsten fünf Jahre erfolgreich am Markt und bei den Lesern bestehen wird.

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