Mobilfunkfrequenzen werden versteigert

Die Bundesnetzagentur gibt Mobilfunkfrequenzen zur Versteigerung frei. Mobilfunkanbieter können sich bis Januar 2010 bewerben, die Versteigerung soll im Frühjahr nächsten Jahres stattfinden. Bereits jetzt gibt es Ärger, da sich die kleineren Anbieter E Plus und O2 im Nachteil sehen. Ein E-Plus-Sprecher kündigte an, dass man klagen wolle. EU-Kommissarin Viviane Reding bezweifelte gegenüber der "FAZ" am Wochenende, das die Vergabe-Praxis in Deutschland mit EU-Recht veinbar sei.

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Die durch Digitalisierung frei gewordenen Frequenzen wurden zuvor von Militär, Radio und Fernsehen genutzt. Jetzt kommen sie unter den Hammer und sollen vor allem die ländlichen Regionen Deutschlands mit schnellen Internetverbindungen versorgen. Die Bundesregierung will bis Ende 2010 allen deutschen Haushalten eine 1-Megabit-Verbindung zur Verfügung stellen.
Von Seiten der EU wird befürchtet, dass die Auktion die größeren Anbieter stärkt und die kleineren schwächt. Daher hat EU-Telekommunikations-Kommissarin Reding,
vorgeschlagen, dass T-Mobile und Vodafone einen Teil der Frequenzen aus dem 900 Megahertz-Spektrum, die ihnen die Netzagentur bis 2016 zugeteilt hatte, an die beiden Konkurrenten abgeben solle, um Chancengleichheit herzustellen.
Der Beirat der Bundesnetzagentur reagierte „befremdet“ auf die Einmischung seitens der EU. Man habe die Agentur gebeten, die Bedenken der EU-Kommission zurückzuweisen. Brandenburgs Wirtschaftsminister und Mitglied des Beirats Ulrich Junghanns hat die Auktion als „Meilenstein für die Versorgung des ländlichen Raums mit schnellem Internet“ bezeichnet.

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