Breinersdorfer ahnt „weitere Minenfelder“

Der prominente Drehbuchautor Fred Breinersdorfer (u.a. "Tatort") hat in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" massive Vorwürfe gegen öffentlich-rechtliche Filmredaktionen erhoben. Er selbst habe mehrfach auf "schwarzen Listen" unliebsamer Autoren gestanden, namhafte Kollegen würden seit Jahren keine Aufträge bekommen. Vier Wochen nach dem "Heinze-Skandal" beim NDR sagt Breinersdorfer: "Jeder ahnt, dass es noch andere Minenfelder gibt. Auch beim ZDF."

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Der 62 Jahre alte Grimme-Preisträger Fred Breinersdorfer nennt in dem Interview in eigener Sache nicht nur Doris Heinze, die fristlos gekündigte Spielfilmchefin des NDR, als Betreiberin von Sanktionen für unliebsames Verhalten, sondern auch den früheren ZDF-Filmchef Hans Janke. Zu seinen eigenen Motiven sagt er: „Ich kann nicht einen Film wie ‚Sophie Scholl‘ schreiben und zu dem, was gerade läuft, schweigen.“
Namen kann der Autor indes nicht nennen: „Ich könnte Ihnen mehrere Beispiele schildern, aber die Kollegen arbeiten an ihrer Rehabilitation. Ich habe mit einigen telefoniert und wurde um Rücksicht gebeten.“
Als Gegenmittel fordert Breinersdorfer unter anderem ein Nebentätigkeitsverbot für angestellte Redakteure und eine Art Clearingstelle für abgelehnte Drehbücher.

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