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Sky will Ende 2010 Gewinnzone erreichen

Sky-Deutschland-Chef Mark Williams zog in der "FAZ" eine 100-Tage-Bilanz des aus Premiere hervorgegangenen Pay-TV-Senders. Dabei wiederholte er die Marschrichtung, dass 2009 ein hoher Verlust geschrieben wird und Ende 2010 die Gewinnschwelle erreicht werden soll. Um in die schwarzen Zahlen zu kommen, braucht Sky laut Williams rund 3,4 Millionen Abonnenten. Derzeit hat der Sender rund 2,4 Millionen. Künftig würde er auch gerne wieder mit der Telekom kooperieren, so Williams.

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Derzeit sind die Deutsche Telekom und Sky in Sachen Fußball-Bundesliga Konkurrenten. Die Telekom überträgt die Bundesliga-Spiele in ihrem Internet-Kanal Liga Total live. Früher ließ sich die Telekom die Bundesliga-Übertragungen von Premiere immerhin noch produzieren. „Wir möchten in Zukunft aber gern wieder mit der Telekom kooperieren. Eine Zusammenarbeit wäre sogar logisch, auch mit anderen Kanälen, da wir ja Programmanbieter sind“, sagte Williams der „FAZ“.

Ein Problem für Sky ist der anhaltende Rückgang an Abos. Pro Quartal verliert der Sender derzeit rund 20 Prozent seines Abo-Stammes. Dabei müssen die Abos um rund eine Million steigen, wenn Gewinne erwirtschaftet werden sollen. Williams gibt sich gegenüber der „FAZ“ gelassen. Der Rückgang der Abozahlen liege einzig und allein daran, dass Prepaid-Abos und stark verbilligte Abos abgebaut würden. Ein Seitenhieb auf seinen Vorgänger Georg Kofler, der mit Rabatt-Aktionen die Abo-Zahl beim Vorgängersender Premiere hochgejazzt hatte.

Unter der Regie von Rupert Murdochs News Corp werden nun die als unrentabel geltenden Billig-Abos abgebaut. Bis Ende 2010 soll die Kündigungsquote bei 15 Prozent liegen. Danach muss die Abo-Zahl wieder steigen. Williams versichert, dass er keine Absichten habe, Sky Deutschland in absehbarer Zeit zu verlassen. Er habe seinen Vertrag gerade verlängert.

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