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„Zeit Magazin“ startet Fotografenkolumne

Das einzige beständige ist der Wandel: Seitdem 2007 Giovanni di Lorenzo das "Zeit Magazin" wiederbelebte, gibt sich die Redaktion der Wochenzeitung größte Mühe, sich immer wieder neu zu erfinden. Nach einem Layout-Umbau und der Wiedereinführung einer losen Interview-Reihe mit Alt-Kanzler Helmut Schmidt startet nun eine weitere Neuerung: Der internationale Star-Fotograf Juergen Teller schreibt eine regelmäßige Kolumne - weltweit offenbar die erste ihrer Art.

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Das Konzept der neuen Teller-Kolumne will Bild und Text verbinden. Gegenüber MEEDIA erzählt „Zeit Magazin“-Redaktionsleiter Christoph Amend, dass Teller „jede Woche die Geschichte hinter einem Foto von ihm erzählt.“ Zum Start schreibt der Fotograf, „wie er vor Jahren Charlotte Rampling kennen lernte, mit der er bis heute zusammenarbeitet.“ Besonderer Pfiff: Jede Woche stammt das Foto aus einer anderen Stadt.

 
Amend hält die neue Reihe sogar für einzigartig: „Meines Wissens nach haben wir die einzige wöchentliche Kolumne, die von einem festen Fotografen geführt wird.“ Weiter sagt er: „Das ist für Fotografen natürlich reizvoll, weil wir ihre Autorenschaft genauso ernst nehmen, wie die der schreibenden Kollegen.“
 
Amend leitet die 30-Mann-Redaktion des „Zeit Magazins“, die anders als die Zeitungs-Kollegen nicht in Hamburg, sondern in Berlin sitzt. Den Vergleich mit Konkurrenten wie dem „SZ Magazin“ scheut der 35-Jährige. Denn sein Team sieht Amend in einer gänzlich anderen Position, weil seine Mannschaft – im Gegensatz zu anderen Magazinen, die Zeitungen beiliegen – immer wieder auch Titelgeschichten für die „große Zeitung“ beisteuert. „Diese Herausforderung, uns auch immer wieder am Kiosk beweisen zu müssen, tut uns gut.“
 
Den stetigen Wandel hält der Berliner für eine der wichtigsten Eigenschaften seines Heftes: „Als wir 2007 das Magazin wieder aufgelegt haben, haben wir uns zum Motto gemacht, dass wir uns immer wieder verändern werden.“ Amend ist davon überzeugt, dass genau der Mix aus etablierten Formaten, wie der Kolumne von Harald Martenstein oder der Deutschlandkarte und immer wieder neuen Elementen, das Erfolgsgeheimnis der 60-Seiten-Beilage ist. „Im Frühjahr haben wir uns an einigen Abenden mit unseren Lesern unterhalten. Eine Frau sagte: ‚Ich mag das ”Zeit Magazin” genau so, wie es ist. Aber ich habe eine Bitte: Entwickeln Sie sich immer weiter, ich bin gespannt auf die nächsten Ideen.‘ Daran werden wir uns halten.“

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