Print leidet am meisten unter der Krise

Der weltweite Werbemarkt zeigt leichte Anzeichen einer Erholung. Immerhin wird das Minus kleiner. Nielsen Media Research hat jetzt Daten für das erste Halbjahr 2009 veröffentlicht. Demnach schrumpften die Werbeausgaben weltweit um 6,8 Prozent. Im zweiten Quartal fiel das Minus schon deutlich kleiner (-5,8 Prozent) als im ersten Quartal (-7,9 Prozent) aus. Allerdings nur Dank eines Zuwachses in Asien. Unter der Werbekrise leiden nach wie vor Zeitschriften und Zeitungen in Amerika und Europa am stärksten.

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Die Region Asien-Pazifik weist im zweiten Quartal ein Werbeplus von 6,5 Prozent aus, im gesamten Halbjahr immerhin noch ein mageres Plus von 2,2 Prozent. In den USA und Europa bleibt es schwierig mit der Werbung. Die USA führen die Negativ-Liste mit einem Minus von fast 16 Prozent im ersten Halbjahr an, gefolgt von Europa mit -9,1 Prozent. Und hier trifft es wieder einmal Printmedien am härtesten. Zeitschriften müssen -18,5 Prozent bei den Werbeausgaben verkraften, Zeitungen -7,5 Prozent. Das Fernsehen büßt 4,3 Prozent weltweit ein und Radio 3,1 Prozent.

Ben van der Werf, Geschäftsführer Global AdView bei Nielsen, glaubt, dass Rundfunkmedien krisenfester sind als Printmedien: „In dieser Wirtschaftslage scheinen Marken lieber in den elektronischen Medien zu werben: TV wird immer als zuverlässiges Medium in schweren Zeiten gesehen und Radio bietet eine solide Plattform für einen Aufruf zum Handeln.“ Während er für Radio und TV langsam eine Besserung vorhersagt, hat er für Zeitungen und Zeitschriften keine guten Nachrichten: „Es ist unwahrscheinlich, dass sich die Printwerbung in nächster Zeit großartig erholen wird.“

Gegen den Trend haben die Branchen Handel, Konsumgüter und Gesundheit ihre Werbeausgaben im ersten Halbjahr sogar erhöht. Am meisten zurückgefahren wurde die Werbung von der Automobil-Industrie (-21 Prozent) und vom Finanzsektor (-17,2 Prozent).

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