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Verband kickt Mario Barth aus Musik-Charts

Mario Barths aktuelles Album "Männer sind peinlich, Frauen manchmal auch" ist von den offiziellen Media Control Verkaufs-Charts ausgeschlossen worden. Der Bundesverband der Musikindustrie die verkaufsstarke Doppel-CD des Comedians nicht zugelassen, berichtet RP Online. Bei Sony reagierte man verärgert. Der Komödiant: "Die Herren der Charts haben keinen Humor." Mit einem Trick sollte Barths Live-Programm in die Charts gehievt werden: Sony verkauft den Barth-Talk zusammen mit einer CD mit ayurvedischer Musik.

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Barths Problem: seit 2007 sind in Deutschland Musik- und Comedy-Charts getrennt. Um sich für die Musikcharts zu qualifizieren, muss ein Album einen Musikanteil von 50 Prozent besitzen. Sony entschied sich deshalb, dem Talk-Album von Barth eine zweite CD mit Ayurveda-Musik beizulegen, mit Nonsens-Titeln wie „PlingPlangPlong“ und „Chakra Chantal“.
Doch der Bundesverband der Musikindustrie entschied sich gegen eine Platzierung in den aufmerksamkeitsstarken Song-Charts. Geschäftsführer Stefan Michalk laut RP Online: „Der Versuch, sich über eine Bonus-CD mit Meditations-Musik trotzdem in die Musikcharts zu schleichen, war eines Comedian vom Rang Mario Barths zwar würdig, am Ende aber doch nicht regelkonform.“ Die Ausweisung des Albums in den Musik-Charts sei für den Konsumenten irreführend.
Die Entscheidung sorgte bei Sony für Ärger. Schließlich habe man, argumentiert der Musik-Konzern, im Wertungszeitraum die höchsten Verkäufe erzielt und erfülle alle Bedingungen für die Aufnahme in die Musik-Charts. In den USA und England gebe es solche Trennungen nicht, dort entschieden allein die Verkäufe über die Platzierungen.
Mario Barth ist enttäuscht: „Ich finde es gerade für die Fans schade, dass hierzulande Comedy noch immer diskriminiert wird.“ Er hatte sich wohl mehr Humor für den Trick erwartet.

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