Amazons Kindle ab 19. Oktober im Handel

Endlich kommt Amazons elektronisches Lesegerät Kindle auch nach Deutschland. Bisher wurde der Kindle ausschließlich in den USA verkauft und gilt dort als Erfolgsstory. Amazon-Chef Jeff Bezos hat nun eine internationale Kindle-Version angekündigt, die in rund 100 Ländern funktionieren wird. So wird es auch in Deutschland möglich sein, Bücher via Mobilfunk direkt auf den Kindle zu laden. Kooperationspartner will Amazon im Rahmen der Frankfurter Buchmesse bekanntgeben.

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Es ist zu erwarten, dass Amazon den Kindle auf der Buchmesse vom 14. bis 18. Oktober öffentlich mit einigem Tamtam vorstellt. Laut Medienberichten übernimmt der US-Telekommunikationskonzern AT&T die Mobilfunkabwicklung für den internationalen Kindle. Für die jeweiligen Länder braucht es dann lokale Kooperationspartner. Der bisherige Kindle wurde in den USA vom Mobilfunkbetreiber Sprint drahtlos versorgt. Die Sprint-Technik war jedoch außerhalb der USA nicht kompatibel mit anderen Mobilfunk-Betreibern.

Der neue internationale Kindle soll 279 Dollar kosten, das entspräche rund 190 Euro. Kauft man den Kindle von Deutschland aus kommen allerdings noch die Frachtkosten, Gebühren und Einfuhrumsatzsteuer obendrauf. Spiegel Online hat ausgerechnet, dass der Kindle deutsche Nutzer so knapp 300 Euro kosten dürfte. Den US-only Kindle will Amazon in den USA für 259 Dollar auch weiter verkaufen. Bis auf die Mobilfunk-Technik unterscheidet sich die internationale Kindle-Version nicht von der bisherigen. Es bleibt beim relativ kleinen schwarz-weiß Bildschirm und der Knubbel-Tastatur. Für den internationalen Kindle sollen zum Start rund 200.000 englischsprachige Bücher zur Verfügung stehen. Bereits jetzt kann man auch die deutschen Medien „FAZ“, „Handelsblatt“ und „WirtschaftsWoche“ über den Kindle beziehen. Mit dem Verkaufsstart in Deutschland werden wahrscheinlich noch weitere Kooperationen angekündigt.

Bezos weigert sich nach wie vor, Verkaufszahlen für den Kindle anzugeben und spricht immer nur von einem „erstaunlichen Erfolg“. Laut Bezos werden in den USA mittlerweile 48 Prozent der verkauften Bücher sowohl digital für den Kindle als auch als echtes Buch verkauft. Laut Medienbrichten plant Amazon 2009 insgesamt rund 800.000 Kindles zu verkaufen. Forrester Research schätzt, dass weltweit in diesem Jahr insgesamt rund drei Millionen elektronischer Lesegeräte abgesetzt werden.

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