Aus für Condé Nasts „Gourmet“

Der US-Verlag Condé Nast schließt das seit 1941 erscheinende Magazin "Gourmet" sowie die Familienzeitschrift "Cookies" und zwei Braut-Magazine. Speziell das Aus für den renommierten Food-Titel mit über 100 Mitarbeitern schockiert die Branche. Der Schwestertitel "Bon Appetit" bleibt erhalten.

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Das Monatsmagazin „Gourmet“ ist in den USA auch eine kulturelle Institution, seit es in den 50er Jahren europäisches Flair und französische Rezepte vor allem nach New York brachte. Die Berater von McKinsey, die Conde Nasts Portfolio seit Monaten durchleuchten, nahmen darauf aber keine Rücksicht.
Nach Aussage von CEO Charles H. Townsend schrieben beide Koch-Magazine aktuell Rote zahlen, die Perspektive von „Bon Appetit“ sei aber besser. Trotz des Namens zielt der überlebende Titel auf den Massenmarkt und einfache Rezepte, während „Gourmet“ als elegantes und leicht elitäres Magazin gilt, wie es für den Verlag typisch war.
Der 81 Jahre alte Conde Nast-Verleger Si Newhouse informierte die Chefredakteurin Ruth Reichl persönlich. Sie gilt als prominenteste Restaurantkritikerin der USA. Im Fernsehen soll Reichl weiter unter der Marke „Gourmet“ auftreten.

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