Kerkeling: Nase voll von Horst Schlämmer

Hape Kerkeling will seine Figur Horst Schlämmer bald beerdigen. "Vielleicht kommt er gar nicht mehr zurück. Vielleicht lasse ich ihn wirklich jetzt sterben", sagte Kerkeling dem "Spiegel". Der Schlämmer-Film "Isch kandidiere!" kurz vor der Bundestagswahl sei ein Crescendo kurz vor dem Overkill gewesen, so Kerkeling. In fünf bis sechs Jahren will Kerkeling dem Fernsehen sogar ganz den Rücken kehren und nur noch Bücher schreiben.

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Kerkeling hatte mit seinem Buch „Ich bin dann mal weg!“ über seine Pilgerreise auf dem Jakobsweg einen Bestseller gelandet. Bis Ende 2010 soll sein nächstes Buch fertig werden. Was Horst Schlämmer betrifft, habe er vielleicht auch übertrieben, sagt Kerkeling nun im „Spiegel“. Der Film sei ein „Ritt über den Bodensee“ gewesen. Die Idee zum Film sei erst im Februar gekommen, im April habe er schon gedreht, obwohl das Drehbuch noch gar nicht fertig war.

In dem Film wurden auch Passagen mit echten Politikern verwendet. Dabei seien viel mehr Interviews mir realen Politikern gedreht worden, als im Film tatsächlich gezeigt wurden. „Die Peinlichkeiten reichten von thematischer Total-Ahnungslosigkeit bis an den Rand der Volksverhetzung“, so Kerkeling gegenüber „Spiegel“. Dies habe er nicht als Beispiel deutscher Politik zeigen wollen. Das Geheimnis des Erfolgs seiner Kunstfigur erklärt Kerkeling so: „Schlämmers Erfolg zeigt wohl auch, dass eben jeder so eine Type kennt. Ich glaube, dass Deutschland auch ein bisschen Schlämmer ist. Ist aber auch nicht schlimm.“

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