Bundessozialgericht: Bohlen ist ein Künstler

Teures Urteil: RTL muss für Dieter Bohlen und drei andere DSDS-Juroren Leistungen in Höhe von 173.000 Euro an die Künstlersozialkasse (KSK) nachzahlen. Zu diesem Urteil kommt das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel.

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Wie Welt.de berichtet, hatte RTL den Jury-Mitgliedern in den ersten beiden DSDS-Staffeln (2002 bis 2004) Honorare von vier Millionen Euro gezahlt. Aufgrund dieser Beträge leitete die KSK seine Beitragsforderungen in Höhe von 173.500 Euro ab. Bislang weigerte sich der TV-Sender allerdings zu zahlen, weil die Jury-Mitglieder keine Künstler, sondern Experten seien.

Zu Recherche-Zwecken hatten sich die obersten Sozialrichter am Vorabend offenbar mehrere Stunden lang DSDS-Ausschnitte angesehen. Das Gericht, unter dem Vorsitz von Ulrich Hambüchen kommt zu dem Schluss, dass die Juroren nicht als „Fachjury mit Expertenstatus“ agiere, sondern ein wesentlicher Teil des Unterhaltungskonzepts von DSDS sind.

Das BSG betonte, dass seine Wertung der so genannten sachbezogenen TV-Unterhaltung („factual entertainment“) auch für andere Sendungen gilt, etwa „Big Brother“ oder „Germany’s next Topmodel“.

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