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„NY Times“: Bauchgefühl entscheidet

Bei der "New York Times" wird die anstehende Entscheidung über ein "Paid Content"-Modell für die Webseite "aus dem Bauch" getroffen. Es werde auf einen "gut call" hinauslaufen, erläuterte Chefredakteur Bill Keller dem "New York Observer". NYT-Herausgeber Arthur Sulzberger zögert mit der Entscheidung, die für die Branche richtungweisend sein könnte. Berichte über Arbeitsgruppen, Konferenzen und Studien bei der NYT beschäftigen die Medien-Öffentlichkeit der USA seit Monaten.

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Diskutiert wird, wie in Verlagen in aller Welt, eine Bezahlschranke für das gesamte Online-Angebot, Gebühren für spezielle Bereiche oder Zusatz-Benefits für zahlende Kunden.

Die Sulzberger oft nachgesagte Entscheidungsschwäche wird nun von Chefredakteur Keller nicht direkt dementiert: „In the end, I think it will come down to a gut call about what we think the audience will accept and how we think the market will evolve“, sagte Keller. „Everybody wants it to be a well-informed, well-considered gut call, but it’s a gut call.“

Gleichzeitig probiert die Zeitung auf dem Printsektor neue Wege: Ein Blog der NYT kündigt lokal zugeschnittene Ausgaben für Chicago und andere Metropolregionen an. Eine Ausgabe für San Francisco ist seit längerem in der Planung.
Valleywag-Blogger Ryan Tate hat in das „Bauchgefühl“ Sulzberegers übrigens wenig Zutrauen: Das habe schon nicht funktioniert, als dem Verlag einst Beteiligungen an Google, Amazon und Yahoo angeboten wurden.

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