Bertelsmann streicht 130 Jobs in Gütersloh

Unter dem Druck der weltweiten Finanz- und Medienkrise muss Bertelsmann auch in der Zentrale in Gütersloh Stellen abbauen. Ein Konzernsprecher bestätigte gegenüber MEEDIA eine entsprechend lautende Meldung der Deutschen Presse-Agentur. Von insgesamt 700 Festangestellten am Firmensitz in Ostwestfalen sind 130 Stellen betroffen. Überwiegend sollen einvernehmliche Auflösungsverträge geschlossen und betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden. Weltweit beschäftigt der Konzern 103.500 Mitarbeiter.

Anzeige

Bertelsmann-Vorstandschef Hartmut Ostrowski hatte im Sommer angekündigt, dass der Konzern weltweit in diesem Jahr 900 Millionen Euro einsparen werde. Gegenüber Ende 2008 wurde die Zahl der Mitarbeiter bereits um insgesamt 3700 verringert. Durch die Maßnahmen in der Gütersloher Zentrale sollen dabei die Kosten um 25 Millionen Euro gesenkt werden. Ostrowski hatte überdies wie alle Vorstände auf seine Tantieme-Zahlungen in diesem Jahr verzichtet.
Im ersten Halbjahr 2009 hatte Bertelsmann bei einem operativen Gewinn von 475 Millionen Euro aufgrund von hohen Sonderabschreibungen insgesamt einen Verlust von 333 Millionen Euro ausgewiesen. Beim Personalabbau in der Zentrale setzt man offenbar auf flexible und individuelle Lösungen und will nur im Notfall Kündigungen aussprechen. Bis Ende kommenden Jahres soll der Stellenabbau abgeschlossen sein.
Bereits am Vormittag kursierten Meldungen über den Abbau von 85 Vermarktungs-Jobs bei der Hamburger Mehrheitsbeteiligung Gruner + Jahr. Das Unternehmen hat sich dazu allerdings bis zum späten Nachmittag nicht geäußert.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige