RTL und Sat.1 müssen Werbepreise senken

Die Quoten-Entwicklungen der neuen TV-Saison 2009/10 fordern ihren ersten Tribut: Nach MEEDIA-Infos müssen RTL und Sat.1 bei einigen Formaten wegen einer negativen Quotentendenz die Spotpreise senken. Besonders deutlich fallen die Anpassungen bei Sat.1 aus, wo der erfolgreiche RTL-Nachmittags-Angriff für sinkende Zuschauerzahlen bei "Richterin Barbara Salesch" und "Richter Alexander Hold" gesorgt hatte. Folge: Die Preise werden um bis zu 14% gesenkt. Bei RTL wird u.a. der Quotenhit "Dr. House" billiger.

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Zwar ist „Dr. House“ weiterhin ein riesiger Erfolg für RTL, die ersten vier Episoden der neuen Staffel sahen im Durchschnitt 3,40 Mio. Werberelevante, doch im September 2008 lag die Serie noch nahezu konstant über der 4-Mio.-Marke. Folge: Statt 84.000 bzw. 85.500 Euro (je nach Werbeunterbrechung) kostet ein 30-Sekünder im Jahres-Durchschnitt ab 1. Oktober nur noch 76.500 bzw. 78.000 Euro. Ein Minus von 9%. Ebenfalls gesenkt werden die Tarife bei der zweiten erfolgsverwöhnten RTL-Dienstags-Serie „CSI: Miami“. Dort kostet ein 30 Sekunden langer Spot ab Oktober statt 75.000 bzw. 76.500 Euro noch 72.000 bzw. 73.500 Euro – 4% weniger.

Noch deutlicher sieht es derzeit am werktäglichen Sat.1-Nachmittag aus. Durch den Frontalangriff der neuen RTL-Serien „Verdachtsfälle“ und „Familien im Brennpunkt“, die derzeit Woche für Woche neue Rekorde feiern, gerieten die ehemals unangreifbaren „Richterin Barbara Salesch“ und „Richter Alexander Hold“ etwas unter die Räder. Salesch erzielte vom 1. bis 28. September im Durchschnitt noch einen Marktanteil von 14,0% bei den 14- bis 49-Jährigen, im September 2008 kam die Courtshow noch auf 18,1%. „Richter Alexander Hold“ rutschte in den selben Zeiträumen von 18,6% auf 14,9%.

Zwar bleiben die beiden Gerichtsshows damit weiterhin klar über den Sat.1-Normalwerten, doch rückläufige Zuschauerzahlen erfordern Werbepreissenkungen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Ein 30-Sekünder bei „Salesch“ kostet daher ebenfalls ab Oktober statt 10.080 bzw. 10.590 Euro noch 9.150 bzw. 9.600 Euro – ein Minus von 9%. Sogar um 14% werden die Preise bei „Alexander Hold“ gesenkt: von 11.700 bzw. 12.300 Euro auf 10.080 bzw. 10.590 Euro.

Das umgekehrte Bild lässt sich auf diesen Sendeplätzen im Übrigen bei RTL beobachten: Dort wurden die Tarife von „Verdachtsfälle“ und „Familien im Brennpunkt“ wegen des großen Erfolgs am 14. September um bis zu 22% erhöht, zum 1. Oktober steigen nun sogar die Preise der 17-Uhr-Wiederholungen der Comedyserie „Ritas Welt“, die ebenfalls vom starken neuen RTL-Nachmittag profitiert.

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