Paid Content: Murdoch zündet Stufe zwei

Rupert Murdoch setzt seinen Weg in Richtung "Paid Content" fort: Die Premiere für eine "zweite Stufe" der Bezahl-Pläne für seinen News Corp.-Konzern soll offenbar in seiner Heimat Australien stattfinden. Der "Sydney Morning Herald", an dem Murdoch beteiligt ist, zitiert News Corp.-Chefmanagers Richard Freudenstein, laut dem die Marktforschung ergeben habe, dass "Nutzer mit Freude für Inhalte im Netz zahlen werden." Ein Experiment, bei dem die Aufmerksamkeit der gesamtem Medienwelt garantiert ist.

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„Hier in Sydney beginnt die zweite Stufe des Projekts“, heißt es in der Mail an die Online-Abteilung des Verlags. Das Blatt gehört dem Verlag Fairfax Media, an dem News Corp. seit 2006 beteiligt ist.  
Rupert Murdoch hatte angekündigt, digitale Inhalte in seinem gesamten Zeitungsimperium – von der Londoner „Times“ über die „New York Post“ bis zum „Wall Street Journal“ – kostenpflichtig zu machen. Ein erster Schritt sind Gebühren für mobile Angebote des „Wall Street Journal“, das als eine der wenigen Zeitungen im Netz bereits erfolgreich Geld für exklusive und spezielle Online-Inhalte verlangt. Etliche deutsche Verlage verfolgen ähnliche Pläne, zunächst allerdings für mobile Geräte.
Jack Matthews, Chef der Fairfax-Digitalsparte, bekräftigte seine Zweifel am Erfolg der Idee; sein Verlag habe auch keine Marktforschung in dieser Sache betrieben. Diverse Umfragen haben zuletzt wenig Bereitschaft der Leser erkennen lassen, für journalistische Leistungen im Internet zu bezahlen. Eine englische Studie ermittelte etwa jüngst, dass lediglich 5 % der Nutzer Geld für Online-Inhalte investieren würden. Offenbar sieht Murdoch dies anders: Seine Manager berufen sich auf Tiefeninterviews, die eine deutliche höhere Zahlungsbereitschaft signalisierten.

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