iPhone-Trend: Augmented Reality

Was man bislang nur aus Science Fiction-Filmen kannte, wird Realität auf Smartphones. Um genau zu sein: Erweiterte Realität, denn die Technik nennt sich Augmented Reality (AR). Dabei verschmelzen das Kamerabild des Handys und virtuelle Objekte auf dem Bildschirm. so blendet beispielsweise die iPhone-App NearestWiki von Acrossair Wikipedia-Einträge zu Gebäuden, Plätzen oder Personen in das Videobild der iPhone-Kamera ein.

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Was man bislang nur aus Science Fiction-Filmen kannte, wird Realität auf Smartphones. Um genau zu sein: Erweiterte Realität, denn die Technik nett sich Augmented Realität (AR). Dabei verschmelzen das Kamerabild des Handys und virtuelle Objekte auf dem Bildschirm. so blendet beispielsweise die iPhone-App NearestWiki von Acrossair Wikipedia-Einträge zu Gebäuden, Plätzen oder Personen in das Videobild der iPhone-Kamera ein.
Dreht man sich mit dem Smartphone, erscheinen immer neue Einträge, ganz nach Himmelsrichtung. Die App nutzt dazu neben der Kamera den Kompass, den GPS-Chip sowie die Onlineverbindung zu Wikipedia. Somit funktioniert die Technik nur auf dem iPhone 3G S, da der Kompass benötigt wird.

Die französischen Entwickler von Presselite zeigen eine weitere AR-Anwendung. Bei Bionic Eye blenden sie die nächstgelegene Metrostation oder Filiale einer Fastfoodkette in das Kamerabild ein. Auch die Routenführung zum gewünschten Ziel erfolgt in der Kombination aus Kamerabild und virtuellen Richtungsanzeigen. Die Applikation funktioniert bislang nur in den USA sowie einigen Städten in Frankreich, Japan und Großbritannien.

Die AR-Entwicklung hat ihre Wurzeln in der Militärtechnik. Jet-Piloten bekommen beispielsweise Informationen in das Helmvisier projiziert. Auch in der Medizintechnik, Architektur und Maschinenwartung wird Augmented Reality bereits eingesetzt.

Auf einem Smartphone bietet sich die Technologie unter anderem für Reiseführer an. Mit Wikitude AR Travel Guide verbindet das Salzburger Startup Mobilizy Informationen aus Wikipedia, Qype und Panoramio mit dem Kamerabild auf Android-Handys. Neben touristischen Informationen und Navigation, lassen sich theoretisch sämtliche Einrichtungen in der Umgebung anzeigen, ob nun Geschäfte, Tankstellen oder Behörden. Sobald die  Koordinaten einer Einrichtung bekannt sind und Informationen im Web liegen, kann sie in eine AR-Applikation eingebunden werden.

Mit der technischen Entwicklung bei der Bilderkennung und verbesserter Prozessorleistung werden diese Apps schon bald Gesichter erkennen können. Dann werden bei Personen beispielsweise alle „Netzfundstücke“ oder Profile in Netzwerken angezeigt. Auch Objekte, die nicht an einen Ort gebunden sind, ließen sich darüber erkennen. Mit AR eröffnen sich für klassische Reiseführer ganz neue Möglichkeiten. Sobald eine Sehenswürdigkeit erkannt wird, könnte ein Audio- oder Videoguide dem Nutzer die Geschichte des Objekts auf dem iPhone näher bringen.

Mit der Kombination aus realem Videobild und künstlichen Objekten arbeitet auch AR Toolworks aus Seattle. Dazu hält man ein schwarz-weißes Symbol, ähnlich einem Barcode, in die Kamera. Mithilfe des AR Tool Kits wird an die Stelle des Symbols ein virtuelles Objekt eingeblendet. So könnte man schon mal Möbel in seiner Wohnung zur Probe aufstellen, Kleidung oder Brillen anprobieren oder zum Spaß von Sportsfreunden ihnen die Meisterschale in die Hand geben. Auch für Verlage ergeben sich Anwendungsmöglichkeiten, schließlich sind Nachrichten meist an einen Ort gebunden. Wer wissen will, was in seiner Umgebung passiert, nutzt die App seiner Lokalzeitung. So wie man bei NearestWik einen Radius einstellen kann, könnte man dort festlegen, bis zu welcher Entfernung einen Neuigkeiten aus dem Umfeld interessieren.

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