Blogjournalisten: Die Autoren-Plattform

Die Macher von Dotcomtod sind mit einem neuem Portal und ehrgeizigen Plänen zurück. „Blogjournalisten.com ist das mediale Friedensangebot für Blogger und Journalisten, eine digitale Markenplattform für Medienretter“, heißt es in der ersten Pressemitteilung. Die Idee hinter dem Portal ist tatsächlich smart: Die Autoren können via Blogjournalisten ihre Texte präsentieren. Mögen die Leser die Storys, wird der Schreiber an den Einnahmen beteiligt. Zum Start veröffentlichte sogar „SZ“-Feder Heribert Prantl einen Text.

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Die Macher von Dotcomtod sind mit einem neuem Portal und ehrgeizigen Plänen zurück. „Blogjournalisten.com ist das mediale Friedensangebot für Blogger und Journalisten, eine digitale Markenplattform für Medienretter“, heißt es in der ersten Pressemitteilung. Die Idee hinter dem Portal ist tatsächlich smart: Die Autoren können via Blogjournalisten ihre Texte präsentieren. Mögen die Leser die Storys, wird der Schreiber an den Einnahmen beteiligt. Zum Start veröffentlichte sogar „SZ“-Feder Heribert Prantl einen Text.
Der Clou der neuen Plattform ist das erfolgsabhängige Autorenranking. „25 Prozent des Jahresgewinns des Unternehmens werden zu gleichen Teilen an die 25 besten Autoren im Ranking verteilt“, erklärt Blogjournalismus sein Model. „Entscheidend für den Erfolg einer Story sind die Reaktionen der Leser. Storyaufrufe, Kommentare und Bewertungen bilden die Basis für den Erfolgsindex der jeweiligen Autoren. Je höher der Erfolgsindex, desto besser die Positionierung des Autors im Autorenranking.“
Inhaltlich positioniert sich der Neuling als Generalist. Laut Ressort-Aufteilungen will die Seite die Themen Panorama, Tratsch, Politik, Wirtschaft, Medien, Live, Sport, Technik und Kultur abdecken. Die Promi-Autoren wie Heribert Prantl oder Gregor Gysi belegen nach wenigen Tagen keinen der Top-Plätze mehr im Ranking.
So interessant der konzeptionelle Ansatz von blogjournalisten.com auch ist, leidet die Seite an einigen optischen Schwächen. Vor allem der Verzicht auf große Aufmacher-Optiken führt dazu, dass die Homepage wenig nach News- oder Magazin-Portal aussieht. Auf den ersten Blick erschließt sich Sinn und Inhalt der Seite so kaum. Ein echtes Handicap für ein Portal, das auch mit journalistischen Ansätzen punkten will.
Erdacht und konzipiert wurde das Angebot von einigen Machern der New Economy-Blog-Legende Dotcomtod. Mit an Bord von blogjournalisten.com sind die Projektmanagerin Bettina Hoss, Martin Ristau und der IT-Fachmann Mirko Pawlak, der allerdings – laut Pressemitteilung – über eine gewisse Redaktionserfahrung verfügt: „ Im Sommer 1989 brach er seine Laufbahn als Rundfunkjournalist ab, um als Milchfahrer, Dekorateur, Fensterputzer und Türsteher sein Geld zu verdienen.“ Mastermind des Projektes ist allerdings die mysteriöse Lanu. Die Identität dieser Bloggerin (boocompany.com) ist noch immer unbekannt. Rainer Meyer alias Don Alphonso der auch zu den früheren Köpfen hinter Dotcomtod gehörte, ist bei den blogjournalisten.com allerdings nicht mit von der Partie.
Warum Autoren und Leser unbedingt blogjournalisten besuchen, lesen und unterstützen sollen verrät der „Über uns Text“ –  weil „wir die Guten sind, also helft uns bitte, dass Ding erfolgreich zu machen.“

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