ARD und ZDF triumphieren beim Fernsehpreis

ARD und ZDF waren die großen Abräumer bei der Verleihung der Deutschen Fernsehpreise. So bekam das ZDF neun Preise, die ARD sieben, RTL und Sat.1 zusammen nur fünf. Zu den Preisträgern des Jahres gehören "Wetten, dass..?", der Fernsehfilm "Mogadischu", der Sat.1-Mehrteiler "Wir sind das Volk" und die RTL-Comedy "TV Helden". Beste Schauspieler wurden Senta Berger und Josef Hader. Für Peinlichkeit sorgte der ausstrahlende Sender Sat.1, der während der gesamten Aufzeichnung "Live" einblendete.

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Selbst als um 22.45 Uhr die Sperrfrist für die Presse abgelaufen war und Gewinner und Fotos der Verleihung, die am frühen Abend in Köln stattfand, veröffentlicht werden durften, tat Sat.1 immer noch so, als übertrage man eine Live-Show und führte seine Zuschauer damit in die Irre.

Dabei war die Verleihung durchaus unterhaltsam – den Moderatoren Bastian Pastewka und Anke Engelke alias Wolfgang und Anneliese sei Dank. Selbst ein Skandal wie im Vorjahr blieb diesmal aus – Ehrenpreisträger Alfred Biolek lehnte seinen Preis nicht ab und begann seine Rede mit den Worten „Veehrter Marcel Reich-Ranicki. Ich bitte um Verständnis, aber ich nehme den Preis an“.

Die meisten Preise [Hier für alle, die den schnellen Überblick wollen die gesamte Siegerliste] gingen wie erwähnt an das ZDF. So besiegte Show-Dino „Wetten, dass..?“ selbst „Schlag den Raab“, die Leichtathletik-WM-Übertragungen des ZDF gewannen ebenso wie die toll produzierte Reportage „Die Bombe“ und das „ZDF-Wahlforum“ als beste Informationssendung. Die ARD gewann in den Sendungskategorien den Preis für den besten Fernsehfilm („Mogadischu“) und die beste Dokumentation („Freundschaft! Die Freie Deutsche Jugend“), RTL siegte mit der Comedy „TV Helden“ und der Serie „Der Lehrer“, Sat.1 mit dem besten Mehrteiler „Wir sind das Volk – Liebe kennt keine Grenzen“.

In den persönlichen Kategorien schnappten sich zwei Österreicher die Schauspieler-Preise: Senta Berger für „Schlaflos“ und Josef Hader für „Ein halbes Leben“. Ebenfalls für den ZDF-Film „Ein halbes Leben“ wurde Regisseur Nikolaus Leytner geehrt, den Drehbuch-Preis sackte Silke Zertz ein – für gleich zwei ihrer Bücher. Die Nebenrollen-Preise gingen an Anna Fischer und Martin Langer, der Kamera-Preis an Martin Langer, für den besten Schnitt erhielt Annemarie Bremer einen Preis, Ulrich Reuter für die beste Musik und Frank Godt und Monika Hinz für die beste Ausstattung.

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