Schmidt: Bauchnabel-„Sex“ mit Pochers Ex

Harald Schmidt gibt nach seiner TV-Rückkehr weiter den weißbärtigen Provokateur. In der vergangenen Sendung suchte er im Studiopublikum eine "Freiwillige", die sich von ihm Brausepulver aus dem Bauchnabel lecken lassen würde - als Reminiszenz an Günther Grass' Roman "Die Blechtrommel", der 50. Jubiläum feiert und in dem eine entsprechende Szene vorkommt. Die "Freiwillige" entpuppte sich dann als das Model Monica Invancan, Ex-Freundin von Schmidts Ex-TV-Partner Oliver Pocher.

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Dies wurde während der gesamten Sendung allerdings überhaupt nicht thematisiert. Sie wurde lediglich als „Monica aus Stuttgart“ vorgestellt. Das Publikum durfte sich wundern, dass die Dame so professionell agierte und bereits mit einem Funk-Mikrofon verkabelt war. Monica Invancan legte sich dann vor Schmidt auf den Schreibtisch, entblößte ihren Bauchnabel. Schmidt spuckte, der literarischen Vorlage entsprechend, auf den Brausehaufen im Bauchnabel und leckte fast alles auf. Dabei wurde ausführlich über Schmidts „Leck“-Qualitäten und den Erotik-Streifen „Neuneinhalb Wochen“ geredet, in dem Mickey Rourke allerlei Lebensmittel von Kim Basingers Haut wegleckt. Dass Schmidt seit neustem wieder Vollbart trägt, machte die Angelegenheit nicht appetitlicher.

Das Schauspiel wurde beobachtet und kommentiert von Claus Peymann, Intendant des Berliner Ensembles, der die ganze Show über an einem kleinen Holz-Beistelltischchen hockte und Schmidts Performance lobte. MDR-Intendant Udo Reiter (der echte!) applaudierte über Twitter: „50 Jahre Blechtrommel. Harald Schmidt leckt Brausepulver aus Blondinen-Nabel. Hochkultur meets Neuneinhalb Wochen. Fabelhaft!“ Dass es sich bei der Blondine um die Ex-Freundin von Oliver Pocher handelte, wurde von Schmidt während der ganzen Sendung nicht aufgelöst. Nach seiner ersten Show fing sich Schmidt bereits Kritik vom Zentralrat der Juden ein, der sich über einen KZ-Vergleich in einem Bilderwitz aufregte. Nun also Ekel-Feuilleton mit versteckter Medien-Anspielung. Schmidt ist wirklich wieder in Form.

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